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Ukraine steht im Fokus

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Laubach (red). Das Pohlheimer Forum »Kopf und Herz« mit Nidia Ortiz und Harald Mantai hat ein Format entwickelt, das Wissenschaft und Kultur zusammenbringt.

Auf Anregung des Leiters der Volkshochschule des Landkreises Gießen, Thorsten Denker, hat Bürgermeister Matthias Meyer den Gedanken aufgegriffen, um gemeinsam mit dem neu gegründeten Verein »Kultur- und Begegnungszentrum Laubach« die Ausstellung »Die Ukraine im Frieden und im Krieg« mit Fotografien vom 15. bis 30. Oktober in Schaufenstern der Laubacher Innenstadt zu zeigen.

Meyer zeigt sich sehr erfreut darüber, dass die Veranstaltung aus Mitteln des Bundesprogramms »Demokratie leben« großzügig gefördert wird. Die Stadt Laubach bildet zusammen mit der Stadt Schotten die Förderregion für dieses Projekt des Bundesministeriums für Familie und Jugend. Aktuell ist der Laubacher Bürgermeister Vorsitzender des Begleitausschusses der Region,

»Unser Ziel ist, mit unterschiedlichen Veranstaltungen das Bewusstsein für Demokratie und demokratische Prozesse zu schärfen, rassistischen und antisemitischen Entwicklungen entgegenzutreten.«

Laubach zeige beispielhaft schon seit vielen Jahren mit der Aufnahme Geflüchteter unterschiedlicher Nationen, »dass wir engagierte Menschen hier vor Ort haben, die für die demokratischen Grundwerte unseres Landes einstehen.«

Den Geflüchteten wolle man einen sicheren Ort bieten.

Die Beteiligung ukrainischer Geflüchteter an der Ausgestaltung der Vernissage am 15. Oktober und die Präsentation von Fotografien der ukrainischen Fotografin Nelli Spirina und des ukrainischen Fotografen Segii Mykhalchuk zeigten die Verbundenheit der Stadt mit den Menschen aus der Ukraine. Diese hätten vor noch nicht einmal 10 Jahren den Weg in die Demokratie gewählt. Dabei sei der Majdanplatz Sinnbild für die ukrainische Demokratiebewegung.

»Wir Laubacher haben eine klare Haltung gegen den von Wladimir Putin initiierten russischen Angriffskrieg«, machte Meyer deutlich.

Für mehr als 270 Menschen aus der Ukraine ist Laubach vorübergehende Heimat geworden. So werden die Auswirkungen dieses Krieges im täglichen Miteinander auch in der kleinen Residenzstadt sehr sichtbar.

Die Besucher erwarten am heutigen Tag verschiedene Programmpunkte:

Bei der Vernissage zur Ausstellung am 15. Oktober ab 17 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Laubach wird der Historiker Prof. Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen) sprechen.

Im kulturellen Teil der Vernissage treten verschiedene ukrainische und deutsche Künstler aber auch die aus der dominikanischen Republik stammende Nidia Ortiz als Sängerin auf. Auch der Blueschor, der evangelische Jugendchor und die Dekanatskantorin Anja Martine begleiten die Vernissage.

Im Anschluss wird zu einem »Come-together« ins Gemeindehaus eingeladen.

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