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»Wirklichkeit geworden«

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Die Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Mitglieder des Vereins »Hand-in-Hand« gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Meyer, Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn sowie Ortsvorsteher Klaus-Dieter Schmitt bei der Einweihung des neuen Natur-Kindergartens in Münster. © privat

In denLaubacher Stadtteilen Gonterskirchen und Münster sind jetzt zwei Natur-Kindergärten eingeweiht worden

Laubach (red). Das war ein ganz großer Tag für zahlreiche ehrenamtlich engagierte Menschen in Gonterskirchen und in Münster: Am Dienstagvormittag wurden die beiden neuen Natur-Kindergärten eingeweiht. Bürgermeister Matthias Meyer und Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn waren gekommen, um gemeinsam mit den Ortsvorstehern die neuen Kindergärten einzuweihen und die Betriebsverträge offiziell zu übergeben.

Erste Station war Gonterskirchen - ehemalige Grillhütte. »Heute ist hier Wirklichkeit geworden, wofür intensives Engagement ganz vieler Menschen, insbesondere des Trägervereins ›Hand-in-Hand‹, die Grundlage geschaffen hat«, sagte das Stadtoberhaupt und hob hervor, dass »ganz viele Leute hinter diesen Natur-Kindergärten stehen, die städtischen Gremien sich schließlich auch einstimmig für die Projekte ausgesprochen haben und schlussendlich die ganze Stadt hinter ihnen steht. Für Gonterskirchen und Münster, aber auch darüber hinaus wurde eine wichtige Infrastruktur geschaffen, die uns in die glückliche Lage versetzt, dass wir für über Dreijährige im Bedarfsfall sogar noch zusätzliche Plätze verfügbar haben.«

Auch Ortsvorsteher Klaus Rühl freute sich: »Das ist nicht nur für die Kinder ein besonderer Tag, wir freuen uns alle darüber, was hier für Gonterskirchen geschaffen worden ist.« Die Untere Naturschutzbehörde habe das Projekt zwar einen Moment lang etwas eingebremst, aber man habe stets die große Energie aller Beteiligten gespürt, die beim Gelingen tätig waren. Er kam auch nicht mit leeren Händen, sondern übergab eine Sammelspende aus dem Ort in Höhe von 500 Euro an den Trägerverein »Hand-in-Hand«.

»Freudig aufgeregt, wie nach Geburt von Zwillingen«, zeigte sich Lucia Schüßler vom »Hand-in-Hand«-Vorstand, die das Projekt »nach langen Wehen« und einem Prozess des Zusammenwachsens nach weniger als einem Jahr umgesetzt haben. Stolz zeigte sich Schüßler auch darüber, dass es dem Verein innerhalb kurzer Zeit gelungen sei, fast 10 000 Euro an Spenden zusammenbekommen zu haben und sehr viel an ehrenamtlicher Arbeit einzubringen, die das Projekt erst mit ermöglichten.

Geburt von Zwillingen deshalb, weil gleich im Anschluss der Bürgermeister und der Stadtverordnetenvorsteher in Münster den nächsten neuen Natur-Kindergarten offiziell eröffneten. Dort warteten schon, ebenso wie in Gonterskirchen, zahlreiche Kinder mit ihren Müttern und den Mitgliedern von »Hand-in-Hand«. Und auch hier bedankte sich Bürgermeister Meyer bei den engagierten Beteiligten: »Jetzt ist der Tag da, an dem der Natur-Kindergarten in Münster Wirklichkeit geworden ist. Damit ist eine Lücke geschlossen worden, an deren Schließung der Ortsbeirat schon länger gearbeitet hat. Ich weiß, wie viel Behörden und Institutionen zur Realisierung eines Natur-Kindergartens beteiligt werden müssen und wie viel Arbeit das von ganz vielen Menschen bedeutet.« Schließlich hätten sich aber alle Gremien der Stadt eindeutig hinter das Anliegen gestellt. »Mittlerweile haben wir einen Konsens in der Stadt, dass alle größeren Stadtteile über einen eigenen Kindergarten verfügen sollen - und das ist nunmehr der Fall. Es kann kein Zufall sein, dass wir heute so gutes Wetter haben, der Natur-Kindergarten in Münster steht also unter einer guten Sonne«, so Meyer.

Ortsvorsteher Klaus-Dieter Schmitt dankte »allen Eltern, Erzieherinnen und Erziehern und dem Vorstand von ›Hand-in-Hand‹ für diesen wunderschönen Tag für Münster. Der Weg zu diesem grandiosen Ziel war nicht immer leicht, aber dass Bürgermeister Meyer vom ersten Tag an voll hinter dem Projekt stand, hat sehr geholfen.« Schmitt hatte gleich etwas Handfestes mit im Gepäck: Eine Kiste Äpfel von einem regionalen Anbieter, aus der sich die Anwesenden gerne bedienten. »Fünf Finger stehen hier und fragen: Wer kann wohl den Apfel tragen? Der erste Finger kann es nicht, der zweite sagt, zu viel Gewicht. Der dritte sagt, kann ihn auch nicht heben. Der vierte schafft das nie im Leben! Der fünfte Finger aber spricht: Ganz allein? So geht das nicht! Gemeinsam heben kurz darauf - fünf Finger diesen Apfel auf.« In diesem Sinne wünschte K. D. Schmitt für »die Zukunft mit ›Hand in Hand‹ einen guten Start, viel Erfolg und eine schöne Zeit in Münster.«

Schließlich lobte Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn den Bürgermeister: »Er hat die notwendigen Akzente für beide neuen Natur-Kitas setzen können und die Fraktionen alle unter einen Hut gebracht«, und wünschte abschließend »alles Gute für die Kids«.

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