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Altwerden enttabuisieren

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Jürgen Bludau © Red

Der Licher Mediziner Jürgen Bludau legt ein neues Sachbuch vor und will damit das Altwerden enttabuisieren.

Lich (red). »Alt werden ist ein Vergnügen, wenn Sie es richtig anstellen« - so lautet der Titel des Sachbuchs, das Dr. med. Jürgen Bludau geschrieben hat und welches am 6. September erscheinen wird. Der Experte für Altersmedizin, der als Leitender Geriater in der Asklepios-Klinik Lich tätig ist, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Internist und Geriater.

»Die Vereinten Nationen haben die 20er Jahre dieses Jahrhunderts zum Jahrzehnt des gesunden Alterns ausgerufen und nach der Corona Pandemie brauchen wir dringend solide, auf wissenschaftlicher Basis beruhende Information«, so Bludau. Das von ihm verfasste Buch soll dabei wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, denn viele Patienten über 65 Jahre und deren erwachsene Kinder sind überfordert und verunsichert mit und bei dem Thema Älter werden.

In seinem Buch beschreibt Geriater Bludau, worauf es ankommt, um richtig alt zu werden: Gesundheitsvorsorge, Ernährung und Bewegung, aber auch die Freude am Leben halten Menschen lange jung. Der erfahrene Altersmediziner geht auf Versprechen der Anti-Aging-Industrie ein und räumt mit dem Mythos auf, mit Hilfe von ein paar Pillen täglich den Jungbrunnen entdecken zu können. »Die Lösung aller Probleme durch eine simple Pille ist allzu verlockend, aber diese wird nicht das erhoffte Wunder bringen«, so Bludau. Vielmehr ist sein Rat, den Körper und die Einschränkungen, die mit dem Alter einhergehen, zu akzeptieren.

Ein Blick auf den Alterungsprozess aus medizinischer Sicht und damit im Zusammenhang stehende Ratschläge für ein gesundes Altwerden, sollen die Angst vor dem Altern nehmen. Dabei werden auf wissenschaftlichen Fakten beruhende Informationen vorgestellt, die den Lesern helfen sollen, Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen. Dazu hat er auch viele alltagstaugliche Tipps für seine Leserinnen und Leser parat in den Bereichen Ernährung, Sport, Sexualität im Alter, Medikamenteneinnahme und dem Hausarztbesuch. Aber auch die unappetitlichen Folgen des Alterns wie Inkontinenz, Gedächtnisverlust, Stürze mit Brüchen als Folge, Pflege und nicht zuletzt den Tod thematisiert der Autor.

»Ich hoffe, mit meinem Buch einen Beitrag dazu zu leisten, das Altwerden zu enttabuisieren«, so Bludau. Vor allem möchte der Altersmediziner mit seinem Buch jedoch Möglichkeiten eröffnen, ein langes und unbeschwertes Leben zu führen. Foto: Rembowski

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