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Anerkennung für »stille Helden«

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Christel Wenzel, Rolf Weppler, Elke Kopf, Bürgermeister Julien Neubert und Hiltrud Keil (v.l.). Foto: Stadt Lich © Stadt Lich

Bürgermeister Julien Neubert hat ehrenamtlichen Helfern von derTafel in Lich und dem »Café Vergissmeinnicht« gedankt.

Lich (red). Lich ist die Stadt des Ehrenamts. Vieles von dem, was die Attraktivität der Stadt ausmacht und nicht zuletzt auch besonders liebenswert macht, wird durch Ehrenamtliche gestemmt. Am Internationalen Tag des Ehrenamts gilt das Motto »Einfach mal Danke sagen«. Auch Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) nutzte die Gelegenheit, Danke zu sagen.

»An einem Tag wie heute gilt mein Dank allen Licherinnen und Lichern sowie Freundinnen und Freunden der Stadt Lich, die an so unglaublich vielen Stellen ehrenamtlich anpacken«, erklärt der Rathauschef und fügt hinzu: »Heute möchte ich zudem an das Ehrenamt erinnern, welches sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzt, die einfach noch zu oft tabuisiert werden.«

Vor diesem Hintergrund entschied sich der Bürgermeister dafür, stellvertretend für viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Tafel in Lich sowie des »Café Vergissmeinnicht« zu einem gemeinsamen Termin ins Rathaus einzuladen und um Danke zu sagen. Mit seinem Dank verband Dr. Neubert auch eine Anerkennung in Form einer Geldspende aus seinen persönlichen Verfügungsmitteln für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafel sowie des »Café Vergissmeinnicht« gilt, dass sie sich mit Hingabe für Menschen einsetzen, über deren Umstände man in unserer Gesellschaft noch viel zu wenig spricht. Während viele Betroffene von Demenz oder deren Angehörige eine solche Erkrankung selten akzeptieren können und deshalb das Thema eher tabuisiert wird, stellt das Thema Versorgung durch Tafeln einen Aspekt unserer Gesellschaft dar, der tendenziell eher ausgeblendet wird, da in einem reichen Land wie Deutschland die Notwendigkeit einer Tafel eigentlich nicht gegeben sein sollte - allerdings werden sie gebraucht und das dringender denn je.

Stellvertretend für einige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bedankte sich Bürgermeister Neubert bei Hiltrud Keil und Rolf Weppler für das »Café Vergissmeinnicht« sowie bei Elke Kopf und Christel Wenzel für die Tafel. Die Geldspende ist nicht mit institutionellen Förderungen für die jeweiligen Initiativen zu verwechseln, sie solle ausschließlich den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zugutekommen.

Die Vertreterinnen und Vertreter - die man auch als »stille Helden« bezeichnen kann - von der Tafel sowie des »Cafés Vergissmeinnicht« bedankten sich für die Anerkennung und machten eins besonders deutlich: »Wir brauchen noch Unterstützung.«

Wer Interesse hat, die Tafel in Lich oder das »Café Vergissmeinnicht« zu unterstützen, kann sich an tobias.lux@diakonie-giessen.de (Tafel) sowie an senioren@ov-lich.drk.de (»Café Vergissmeinnicht«) wenden.

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