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Anwohner sind stinksauer

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Von: Klaus Kächler

Sieben Jahre nach der Erschließung des neuen Baugebiets in Lich und dem Bau der ersten Häuser ist die einzige Zufahrtsstraße noch immer nicht hergestellt.

Lich . Die Anwohner am Breuerbergsweiher in Lich fühlen sich verschaukelt. Sieben Jahre nach der Erschließung des neuen Baugebiets in Lich und dem Bau der ersten Häuser ist die einzige Zufahrtsstraße noch immer nicht hergestellt. Täglich müssen sie sich durch Schlaglöcher, Schotterflächen, Matsch und tiefe Pfützen quälen. Auch eine Straßenbeleuchtung gibt es noch nicht und von dem versprochenen Spielplatz im Quartier ist nichts zu sehen.

Grund genug für die BfL-Fraktion, eine Anfrage an den Magistrat zu stellen. Den entsprechenden Sachstandsbericht führte nun Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) vor den Mitgliedern des Licher Bauausschusses aus. Auch zahlreiche Anlieger waren zu der öffentlichen Sitzung gekommen.

»Ich verstehe Ihren Kummer, doch haben wir von Seiten der Stadt keine rechtliche Handhabe, ehe nicht die letzte Baufertigstellungsanzeige bei der Bauaufsicht des Landkreises Gießen eingegangen ist«, schilderte der Licher Rathaus-Chef die Situation.

Gleichwohl stehe er seit langem mit dem Investor Jörg Fischer in Kontakt. Dieser habe auf eine erneute Nachfrage jetzt geantwortet und angegeben, dass ein von ihm beauftragtes Bauunternehmen die Straße im Wohngebiet bereits vermessen und mit der Planung begonnen habe. Er wolle diesem Unternehmen im ersten Quartal 2023 den Auftrag erteilen, so Fischer. Im zweiten Quartal solle dann mit dem Straßenausbau begonnen werden.

Diese Aussage sorgte für Unmut bei den Zuschauern. Wie ein Anlieger äußerte, werde man schon seit Jahren mit solchen oder ähnlichen Versprechen des Investors vertröstet, ohne dass etwas passiere.

Zwei Baufertigstellungsanzeigen stünden noch aus, so Neubert. Er hoffe, dass mit diesen zeitnah zu rechnen sei. »Ich nerve regelmäßig die Kreisbauaufsicht deswegen und lasse auch Sachstände zu den Bauarbeiten beim Investor erfragen«, sagte Neubert.

Erst, wenn dann immer noch nichts geschehe, könne die Stadt den Investor zum Ausbau verpflichten. Ein Rechtsstreit sei selbst dann aber nicht ausgeschlossen.

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