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Auf jeden Fall kein Gas mehr

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Der älteste Teil der Kita Eberstadt stammt aus den 50er Jahren. Foto: Kächler © Kächler

Für die Sanierung und den Anbau an die Kita Eberstadt sind 3,1 Millionen Euro an Kosten in Lich anvisiert.

Lich . Eine Gasheizung wird es künftig in der Kindertagesstätte Eberstadt bestimmt nicht mehr geben, so Marco Römer, Fachbereichsleiter Bauservice der Stadt Lich, auf Nachfrage, ob Pellets oder Wärmepumpe sei noch nicht entschieden.

Zunächst stellte aber Dipl.-Ing. Architektin BDB Stefanie Muskau vom Architekturbüro Seidel + Muskau (Wettenberg) den Mitgliedern des Licher Ausschusses für Bauen, Umwelt und Stadtentwicklung die Planungen für die Sanierung und den Ausbau der Kita im Detail vor.

Das jetzige Gebäude, das aus einem Bau aus den 50er Jahren, einem moderneren Anbau und einer Mehrzweckhalle bestehe, entspräche in keiner Weise den heutigen Anforderungen an eine Kita, so Muskau. Derzeit seien hier zwei Gruppen untergebracht.

Die älteren Räume würden energetisch saniert. Es erfolge ein Anbau im hinteren Bereich, der deutlich größer sei als das jetzige Gebäude.

Hier habe man zwei weitere Gruppenräume sowie Funktionsräume untergebracht.

Der Haupteingang bleibe bestehen.

Für den Neubau .ist ein Satteldach mit leichter Neigung vorgesehen, das sich gut in die umliegende dörfliche Bebauung einpasst.

Die Kosten für die Baumaßnahme werden auf rund 3,1 Millionen Euro geschätzt.

Auf die Nachfrage von Stefan Hammer (BfL), ob auch ein »Neubau auf der grünen Wiese« als Alternative in Erwägung gezogen worden sei, antwortete Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD), dass ein Neubau deutlich teurer komme. »Üblicherweise müsse man bei einem Kita-Neubau mit 1,2 Millionen Euro pro Gruppe rechnen, ergänzte Bauamtsleiter Römer.

Außerdem müsse man einen Bauantrag stellen, der ebenfalls Zeit koste, so Neubert. Deshalb habe sich der Magistrat auch aus Gründen der Nachhaltigkeit für eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Objekts entschieden.

Sollte das Stadtparlament Anfang Oktober zustimmen, könne schon im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Wie lange diese Dauern würden, wollte Annette Gübel (Grüne) wissen. Laut Stefanie Muskau müsse man für die umfangreichen Arbeiten erfahrungsgemäß mit anderthalb Jahren rechnen.

Nach der Bausubstanz des alten Gebäudes fragte Josef Benner (Freie Wähler), In der Vergangenheit hätte man bei geplanten Sanierungen schon böse Überraschungen erlebt,

Hier gab die Architektin Entwarnung: Das alte Gebäude sei solide gebaut, unterkellert und es habe sich keine Feuchtigkeit angesammelt. Kurz: »Es sieht gut aus«. Allerdings müssten neue Trennwände eingezogen, die Fenster erneuert und das Dach gedämmt werden.

Schließlich würde die neue Kita vier Gruppen, darunter zwei U-3-Gruppen, ab 2024 Platz bieten.

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