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Bekommt Lich eine neue Drei-Felder-Sporthalle?

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Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses lassen sich die Pläne für eine neue Sportstätte erklären. Sie soll genug Raum für Vereine und Kultur bieten.

Lich (kag). Wer Mitglied im Licher Turnverein, dem TV 1860 Lich, ist, weiß um die Platznot in den Licher Sport- und Freizeitstätten und hat vielleicht selbst erlebt, wie Hallentermine hin- und hergeschoben werden. Dieser Mangel an Übungsplätzen für Freizeitsportler hat sich nach der Schließung des Licher Bürgerhauses, das seit drei Jahren saniert wird, noch verstärkt. Im TV Lich mit seinen knapp 1700 Mitgliedern treiben die Licher vom Säuglingsalter bis ins hohe Alter Sport und erleben diesen in der Gemeinschaft. In acht Reha-Gruppen üben Menschen mit Beeinträchtigungen und gesundheitlichen Schäden. Ende vergangenen Jahres wurde in den Gremien der Stadt Lich über den Bau einer Sporthalle im Sportzentrum Fasanerie beraten. Dabei wurde der Plan für eine kleine überdachte Halle ohne Infrastruktur sehr schnell verworfen. Gewünscht wird vielmehr eine Sporthalle, die in Größe und Leistung vergleichbar mit der Halle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) ist. In ihrer letzten Sitzung 2021 beschlossen die Licher Stadtverordneten, dass der Magistrat gemeinsam mit den betroffenen Vereinen eine Übersicht über die Nutzung und Auslastung der Licher Sport- und Freizeitstätten erarbeiten und diese dem Ausschuss in der Sitzung am 28. März vorlegen soll.

Am Montag fand nun in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Soziales, Digitalisierung, Tourismus, Sport und Kultur (AWSDS) eine Präsentation von Ideen und Wünschen statt, die die Licher Sportvereine bereits erarbeitet hatten. Für den VfR Lich erläuterte Markus Strauch und für den TV Lich Handball Andreas Nau den Plan. Im südöstlichen Bereich, in der Nähe der L 3053, nahe den Parkplätzen, soll nach dem Willen der Sportler eine Drei-Feld-Sporthalle mit entsprechender Infrastruktur entstehen. Die Halle besteht aus einem Drei-Feld-Platz mit Trenn-möglichkeit durch Vorhänge, so dass auch mehrere Gruppen gleichzeitig die Halle nutzen können. Im südlichen Bereich des Feldes befinden sich ausziehbare Tribünen für etwa 600 Personen, davor der Eingangsbereich mit Multifunktionsräumen und einem Kraftraum, in dem an den Maschinen der Basketballer trainiert werden kann. Räume für Geräte und die Sanitäranlagen befinden sich im nördlichen Hallenbereich. Die Halle entspreche in Aufbau und Gliederung der DBS-Sporthalle, erklärt Nau. Sowohl Strauch als auch Nau betonten das »Gedränge« um die Hallenzeiten, insbesondere im Winter, und die nicht ausreichenden Zeiten. Das habe man auch zusammen mit der Stadt festgestellt. (Die Vereine sollen bis 13. Februar ihre Bedarfe an die Stadt melden). Weiter soll es noch einen Tartanplatz an der Halle, die einfach, funktional und mit Schrägdach gebaut werden soll, geben. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sei ebenfalls vorgesehen, so dass die Sporthalle CO2-neutral betrieben werden könne.

Carmen Körber (SPD) wollte wissen, wer für die Pflege der Halle zuständig sei und die Unterhaltskosten trage. Dr. Peter Matzdorf (BfL) fragte, ob die Halle eine reine Sporthalle sei oder ob da auch Kulturveranstaltungen vorgesehen seien. Strauch bestätigte, dass in der Halle, ähnlich wie in der Hungener Stadthalle, auch Kulturveranstaltungen stattfinden können. Die Halle sei nicht nur für die Kernstadt, sondern auch für die Stadtteile, bestätigte der 1. Stadtrat Burkhard Neumann. Lich sei eine gewachsene Stadt; falls die Halle komme, dann auch für Kultur und Veranstaltungen.

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