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»Bürgerpark weiter aufwerten«

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Der Bürgerpark in Lich ist zu einem Anziehungspunkt für Familien auch aus dem Umland geworden. Ein Kiosk soll den großen Park für alle Generationen weiter aufwerten. © Kächler

Kiosk, eine Naturbühne und WLAN. Der Licher Bürgerparkverein hat neue Pläne für den Bürgerpark.

Lich (kag). Katharina Hillgärtner-Erll und Udo Liebich, die beiden Vorsitzenden des Licher Bürgerparkvereins haben neue Pläne. Sie wollen einen Kiosk, eine Naturbühne und WLAN im Licher Bürgerpark. Dabei soll die Stadt Lich sie mit 50 000 Euro unterstützen. Am Montag stellten Hillgärtner-Erll und Liebich dem Ausschuss für Wirtschaft, Soziales, Digitalisierung, Tourismus, Sport und Kultur (AWSDS) ihre Pläne vor.

Im Bürgerpark soll auf der Basis eines Bauwagens ein Kiosk entstehen, um den Besuchern kalte und warme Getränke, Waffeln, Eis, Würstchen und Hamburger anzubieten. Es habe mit einem Imbisswagen einen Probelauf gegeben, der von den Besuchern gut angenommen worden sei. Der Bürgerparkverein möchte die erzielten Überschüsse in den Bürgerpark für die Reparatur und den Ersatz beschädigter Geräte verwenden. »Was wir über die Beiträge unserer 200 Mitglieder generieren, reicht nicht«, sagte Liebich. Auf diesem Weg kommen wir zu Geld, das wir in den Bürgerpark investieren oder zum Abbau von Schulden verwenden können, fuhr er fort. »Auch werden wir, wie in den letzten Jahren, wieder sehr viel in Eigenleistung machen. »

Carmen Körber (SPD) aus Bettenhausen stellte einige kritische Fragen. Wozu man denn 50 000 Euro brauche, mit Eigenleistung sei das doch mit weniger Geld zu machen. Was alles verkauft werde, und ob es auch Bier gebe. Sie stelle sich schon vor, Kleinkinder beim Spielen und der Vater mit einer Flasche Bier in der Hand. Als gutes Beispiel solle man vorangehen und nichts Alkoholisches verkaufen.

Liebich machte deutlich, dass der Verein den Kiosk brauche, um die Kosten, die durch die laufende Pflege des Parks, die Reparaturen und den Ersatz von Geräten anfallen, abzudecken. Betreiben wolle man den Kiosk durch Ehrenamtliche oder Vereinsmitglieder, vielleicht auch teilweise mit einem FSJler oder Aushilfen. In der Planung befinden sich der Bau einer Naturbühne und die Installation von WLAN.

Ein haushaltsrechtlicher Sperrvermerk wurde im Rahmen der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 22. Dezember in Höhe von 53 000 Euro für die Haushaltsposition »Fremdenverkehr und Tourismus« angebracht, was bedeutet, dass Gelder für Maßnahmen und Kooperationen nicht zur Verfügung stehen. Um in diesem Bereich arbeitsfähig zu bleiben, war es notwendig, den Sperrvermerk aufzuheben.

Christiane Agel, Touristikbeauftragte der Stadt Lich, präsentierte am Montag im Ausschuss für Wirtschaft, Soziales, Digitalisierung, Tourismus, Sport und Kultur (AWSDS) die vorgesehenen Maßnahmen und Verwendungszwecke. Im Einzelnen hatte sie aufgelistet und trug vor: Überprüfung, Erneuerung und Ergänzung der Wanderwege- und Hinweisbeschilderung, Beschaffung von Verkaufsartikeln und Werbeprodukten sowie Broschüren und Anzeigenschaltungen. Dazu gehöre auch die Erstellung einer neuen, aktuellen Wanderkarte und die gemeinsame Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Westlicher Vogelsberg (Grünberg, Laubach, Hungen, Lich). Die Beleuchtung des Licher Stadtturms und seine Anstrahlung von allen vier Seiten (bisher werden zwei Seiten angestrahlt) und die Zertifizie-rung des Kulturhistorischen Weges (KHW) sowie der übrigen Wander- und Radrouten gehören ebenfalls dazu, erläuterte Agel. Die Ausschussmitglieder stimmten der Aufhebung des Sperrvermerkes einstimmig zu.

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