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Digitale Transformation

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Lich (kag). In der Stadt Lich sollen die Telefonanlage, viele Verwaltungsprozesse und die Kommunikationsverfahren sowie Angebote für den Bürger überprüft, verbessert und digitalisiert werden. Der Digitalisierungsbeauftragte Bastian Ullrich stellte den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Soziales, Digitalisierung, Tourismus, Sport und Kultur (ASWDS) den derzeitigen Stand und die Planungen vor.

Telefonanlage wird ausgetauscht

Die komplette Telefonanlage mit ihrer Software von 2012 soll ausgetauscht werden, weil Gespräche abbrechen, sie unzuverlässig und nicht erweiterbar sowie für Home-Office-Lösungen nicht geeignet ist. Um die E-Mail-Kommunikation und das Zeitmanagement zu verbessern, soll ein neuer E-Mail-Server installiert werden. Die Verkabelung im Licher Rathaus muss ebenfalls erneuert werden. Durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) sind die Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen bis Ende diesen Jahres verpflichtet, ihre Verwaltungsdienstleistungen auch digital anzubieten. Bastian Ullrich vom Gemeindeverwaltungsverband »Städteservice Laubach-Lich« sprach für die Stadt Lich davon, dass 555 Verwaltungsprozesse digitalisiert werden können. Dabei muss auch die »ekom21« mitspielen, das KGRZ (kommunale Gebietesrechenzentrum Hessen), der größte kommunale IT-Dienstleister, der durch innovative Technologien und mehr Effizienz in der Verwaltung für Fortschritt und Bürgerfreundlichkeit sorgt.

Neben der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes geht es auch um die Digitale Dorflinde, die Dorf-App, den neuen E-Mail-Server und die neue Telefonanlage sowie weitere IT-Projekte. Unter dem Stichwort »Digitale Dorflinde« fördert das Land Hessen das WLAN in den Kommunen. Frei zugängliche WLAN-Netze sollen in öffentlichen Einrichtungen, an Plätzen und Tourismusstandorten zur Verfügung stehen.

Aktuell sind folgende Standorte der »Digitalen Dorflinde« in den Licher DGHs in Bettenhausen, Birklar, Eberstadt, Langsdorf, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen sowie in der Sport- und Kulturhalle und dem Kommunikationszentrum in Muschenheim in Betrieb. Standorte am Licher Rathaus und im Bürgerpark befinden sich in der Planung.

Für die Stadt Lich und die Stadtteile wird als Projekt des Landkreises Gießen durch die Firmen »distama« und »Fabrik 19« unter dem Titel »Dorf App«, ein für die Bürger zugängiges Informationssystem entwickelt, das als Pilotprojekt in Harbach und in vier weiteren Kommunen des Landkreises bereits erfolgreich läuft.

Angebote der Vereine und Institutionen, Wetter- und Katastrophenwarnungen, Apothekennotdienste, redaktionelle Inhalte, Kalender/Termine, ein Schwarzes Brett (suche/biete) und ein Marktplatz für Direkt-Anbieter werden dort zu finden sein. Onlineterminvereinbarungen mit dem »Rathaus«, der Abfallkalender und Chats als Bürgerservice werden dort ebenfalls zu finden sein.

Eine neue digitale Telefonanlage über neu verlegte Netzwerkkabel soll den Bürger schnell und zuverlässig mit seinem Ansprechpartner bei der Stadt verbinden. Diese Anlage wird erweiterbar sein und schnelle Lösungen im Falle einer Störung bieten.

Da die derzeitige Webseite der Stadt Lich nicht den EU-Richtlinien entspricht, muss diese ebenfalls neu gestaltet werden. Dabei wird es Lösungen geben, die die Handhabung für den Bürger leichter machen. Dazu gehören auch Gebärdensprache, leichte Sprache, Barrierefreiheit und ein Feedback-Mechanismus.

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