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Drei Varianten im Blick

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Standord V2 ist hinter dem Fußballfeld und der Tartanbahn. Foto: Graf © Graf

Der Bau einer Halle im Sportzentrum Fasanerie ist generell möglich. Bei einem Ortstermin mit den Architekten hat man drei Varianten ausgewählt, die man detailliert betrachten will.

Lich (kag). Die Machbarkeitsstudie für die Sporthalle, die im Sportzentrum Fasanerie in Lich entstehen soll, war eines der Themen in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Soziales, Digitalisierung, Tourismus, Sport und Kultur (AWSDS) sowie des Ausschusses für Bauen, Klima und Stadtentwicklung (ABUS). Es sei sehr schwer gewesen, ein spezialisiertes Architekturbüro zu finden, sagte Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) und stellte Frank Neumann und Carolin Diel von NeumannArchitektur vor.

Das bisherige Ergebnis zeige, dass es grundsätzlich möglich sei, die Sporthalle entsprechend DIN 18092 in der Fasanerie zu bauen. Bei einem Ortstermin mit den Architekten habe man drei Varianten ausgewählt, die man detailliert betrachten wolle. Diese sollen dann Ende November in den Ausschüssen beraten werden, so Neubert. Wenn das Raumkonzept stehe, werde es auch einen Termin mit den Vereinen geben.

»Was ist wie, wo machbar?«, stellte Architekt Frank Neumann die Kernfrage. Man habe drei von der Größe geeignete Standorte auf dem Sportgelände ausgewählt, und diese wolle man unter den Anforderungen des Projektes betrachten und die Machbarkeit als Massiv- und als Leichtbau bewerten.

Die Standorte V1 und V3 befinden sich in der Südostecke des Geländes vor dem ovalen Sportfeld. V2 befindet sich im Norden der Anlage.

Die bisher auf der Basis von Kennwerten ermittelten Kosten für die Anlage betragen für die Konstruktion und die technischen Anlagen bei Massivbauweise 4,1 Millionen Euro (netto) für die Leichtbauhalle 3,1 Millionen Euro (netto). Mit Außenanlagen, Ausstattungen und Baunebenkosten ergeben sich für die Massivhalle 6,1 Millionen Euro (brutto) und die Leichtbauhalle 5,1 Millionen Euro (brutto). Bei 1990 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entspreche das 2091 Euro bei Massiv- und 1558 Euro je Quadratmeter bei Leichtbauweise.

Keine Unterschiede

Auf die Frage von Dr. Annette Gümbel nach den Kriterien für die Standorte und den Temperaturen in der Leichtbauhalle, antwortete Neumann: Man habe errechnet, wo man die nötigen Flächen unterbringen könne, und was baurechtlich zulässig sei. Natürlich habe man auch gesehen, dass der Standort V2 sehr schwierig zu realisieren sei. Die Dämmung der Leichtbauhalle unterliege denselben Anforderungen wie die der Massivhalle, sodass es bezüglich der Temperaturen keine Unterschiede gebe. Weitere Kriterien seien, wie man die Infrastruktur, die Ein- und Ausfahrten unterbringe.

Josef Benner von den Freien Wählern fragte nach den Parkplätzen für die Standorte V1 und V3. Diese könne man sich vor den Tennisplätzen vorstellen, so Neumann. Kosten seien noch keine ermittelt. Die Führung des Radweges von Lich nach Eberstadt werde angepasst werden. Der Bürgermeister sagte, er sei im Kontakt mit den Vereinen, und es sei zu klären, wie die Pflege der Anlage und der Hausmeisterdienst geregelt werden sollen.

Welche Erfahrungen man mit Leichtbauhallen habe und von welcher Nutzungsdauer man ausgehen müsse, wollte Johannes Bork (SPD) wissen. Diese Bauweise sei sehr nachhaltig, sagte Neumann, und die meisten Hallen werden heute als Leichtbauhallen gebaut. Dabei gelte, je höher der Vorfertigungsgrad desto günstiger werde die Halle. Die Qualität in Leichtbauweise sei erheblich besser als in konventioneller Bauweise, weil man im Werk exakter fertigen könne. Auch Photovoltaik auf dem Dach sei möglich, antwortete Neumann auf die Frage von Dr. Cornelia Wagner.

Es sei realistisch, in drei Jahren mit dem Bau einer Leichtbauhalle zu beginnen, die Massivhalle brauche ein Jahr länger, sagte Neumann, der auch die Nutzer mit einbeziehen wolle. Bürgermeister Neubert kündigte einen Termin mit den Vereinen, an dem man über die Flächen diskutieren wolle, für den 29. November an.

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