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Eiermarsch durchs Dorf

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Mit Marschmusik ging es durch Eberstadt, bevor »Spiegeleier satt« als Belohnung warteten. © Schneider

Lich (red). Zu zünftiger Marschmusik lief das Blasorchester, begleitet von den Feuerwehrleuten, am Osterdienstag durch Eberstadt. Zuvor waren bereits Eier und Speck bei der Dorfbevölkerung gesammelt worden, woraus leckere Spiegeleier gebraten wurden, die man in geselliger Runde verspeiste. Fast so wie in »alten Zeiten«, denn: Wie man hört, gibt es den Brauch im Dorf seit über 100 Jahren.

Nach zwei Jahren Zwangspause konnte dieses Jahr diese Tradition endlich fortgeführt werden.

Es soll sie schon Ende des 19. Jahrhunderts gegeben haben. Damals fand alljährlich die erste Feuerwehrübung am Dienstag nach Ostern statt. Die Geräte wurden inspiziert und neue »Rekruten« wurden in die damalige Pflichtfeuerwehr aufgenommen.

Das alles brauchte seine Zeit und so wurden zur Stärkung im Dorf Eier und Speck gesammelt. Auch das Marschieren musste geübt werden, deshalb laufen die Feuerwehrleute zu den Klängen des einstigen Spielmannszuges und heutigen Blasorchesters durch Eberstadts Straßen. Es gibt zwar schon lange keine Pflichtfeuerwehr mehr, aber der »Eiermarsch« ist geblieben. Die Geräte und Fahrzeuge werden von Freiwilligen laufend gewartet und gerne werden Interessierte jederzeit aufgenommen.

Das Blasorchester wollte zudem die Gelegenheit nutzen, sich den zahlreichen Neubürgern zu präsentieren und auf die Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen aufmerksam zu machen. Wehrführer André Schäfer freute sich über die die Spendenfreudigkeit der Eberstädter: 730 Eier und zehn Stück Speck wurden gespendet. Dies wurde zu deftigen Spiegeleiern zubereitet, welche sich Feuerwehrleute und Musikanten am Feuerwehrgerätehaus zusammen mit dem ein oder anderen Kaltgetränk schmecken ließen.

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