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Fit für den Notfall

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Übungsleiter des TV Lich bildeten sich bei einem Erste-Hilfe-Kurs des DRK weiter. © privat

Neun Übungsleiterinnen des TV 1860 Lich. ließen sich vom Deutschen Roten Kreuz mit den wichtigsten Inhalten zu Sofortmaßnahmen in Notfällen vertraut machen.

Lich (red). Die Gelegenheit, ihre Kenntnisse für Erste Hilfe aufzufrischen, nutzten neun Übungsleiterinnen des TV 1860 Lich. Fabian Stein vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hatte den Tag bestens durchorganisiert und es gut verstanden, die interessierten Teilnehmerinnen mit den wichtigsten Inhalten zu Sofortmaßnahmen in Notfällen vertraut zu machen.

Richtige Lagerung

Nach einer kurzen Einführung verteilte er Aufgaben, die in Kleingruppen ausgeführt und danach besprochen wurden. Dabei ging es unter anderem um kleinere und größere Verletzungen an verschiedenen Körperteilen, um blutende Wunden, die gestillt werden müssen, um Erstickungs- oder Krampfanfälle, Nasenbluten, Verbrennungen sowie um Verletzungen, in denen noch Gegenstände stecken. Auch der Hinweis, dass abgetrennte Körperteile nach Möglichkeit steril eingepackt und trockengehalten den Betroffenen oder Rettungssanitätern mitgegeben werden sollen (»ausgeschlagene Zähne aber unbedingt nass halten!«), fehlte nicht. Wie hilfebedürftige Personen gelagert werden sollten, stand ebenso im Fokus: Bei Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt die Leute aufsetzen, bei Kreislaufkollaps und Schockzustand - es kommt nicht genug Blut im Hirn an - Person flach hinlegen und Beine hoch lagern.

Besonderen Raum nahm die stabile Seitenlage ein, die von allen Teilnehmerinnen durchgeführt wurde, Nicht fehlen durften die Hinweise zur lebensrettenden Herzdruckmassage, die - für den Fall, dass eine Person nicht mehr atmet - durchgeführt werden sollte, bis der Rettungsdienst kommt. Bei allen Sofortmaßnahmen sollte man auch an die wärmende (Goldseite nach außen) beziehungsweise kühlende (silberne Seite nach außen) Rettungsfolie denken. Mit Patienten sprechen und sie beruhigen ist selbstredend.

Last but not least kam der Defibrillator - kurz Defi - von der Wand, den der TV 1860 Lich bei einer der letzten Spendenaktionen von der Volksbank Mittelhessen erhalten hatte. Zum Üben wurde allerdings der Defi des DRK benutzt. Fabian Stein konnte die Teilnehmerinnen beruhigen, dass man im Notfall mit dem Defi eigentlich keinen Fehler machen kann, da der Defibrillator den Zustand der in Not geratenen Person analysiert und den Ersthelfern sagt, was zu tun ist, vor allen Dingen auch, ob der Defi überhaupt zum Einsatz kommen soll. Der Defibrillator sagt, was zu tun ist, aber ausführen müssen es die Ersthelfer

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