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Für schnelle und gute Hilfe gerüstet

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Das neue Löschfahrzeug mit dem Rufnamen Florian Lich 1/43. Foto: Feuerwehr Lich © Feuerwehr Lich

Der Bericht aus der Einsatzabteilung, die Mitglieder-Entwicklung, die 150-Jahr-Feier 2026 und die Ehrung von Günter Stein waren die Schwerpunkte der Jahreshauptversammlung.

Lich (kag). In der fast vier Stunden dauernden Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lich-Kernstadt im Licher Feuerwehrhaus waren der Bericht aus der Einsatzabteilung, die Mitglieder-Entwicklung, die 150-Jahr-Feier 2026 und die Ehrung von Günter Stein die Schwerpunkte.

Auf Waldbrände vorbereitet

133 Einsätze, davon mehrere größere Einsätze, waren durch die Kernstadtfeuerwehr zu leisten. 18 Mitglieder der Einsatzabteilung haben an den teilweise mehrtägigen Seminaren und Ausbildungsveranstaltungen teilgenommen. Zusätzlich seien insgesamt 1075 Personalstunden als Pflichtfortbildung am eigenen Standort investiert worden. Dazu habe auch die Waldbrandübung im Frühjahr gehört, mit der man die kontinuierliche Wasserabgabe über einen längeren Zeitraum mit einem sehr guten Ergebnis geübt habe. Im Laufe des Jahres sollte sich bei Waldbrandeinsätzen in Lich und im Landkreis Marburg/Biedenkopf zeigen, wie vorausschauend es war, sich auf die häufiger werdenden Vegetationsbrände einzustellen.

Für die 133 Einsätze im vergangenen Jahr haben die Licher Einsatzkräfte 4610 Personalstunden geleistet. Die Einsätze teilten sich auf in 83 Hilfeleistungen (davon 40 Einsätze zur Unterstützung des Rettungsdienstes und für Türöffnungen), 39 Brände (davon acht überörtliche und ein örtlicher Waldbrand) sowie 21 Fälle außerhalb von Lich, erläuterte der stellvertretende Wehrführer Sebastian Döll.

Die Licher Einsatzabteilung hat 70 Mitglieder. Mit der Alters- und Ehrenabteilung (21), der Jugendfeuerwehr (24) und den Minis (45) sind 160 Frauen und Männer in der Kernstadtfeuerwehr. Bei den Frauen sei »noch Luft nach oben«, sagte der Wehrführer, aber insgesamt wurden in schwierigen Zeiten und trotz Corona Menschen dazu gewonnen. »Trotz des Trends rückläufiger Mitgliederzahlen konnten wir Menschen für unsere Feuerwehr begeistern«, so Stein.

Als Ersatz für das 40 Jahre alte Löschfahrzeug TLF 16/TS wurde in Zusammenarbeit mit einer Beschaffungsaktion des Landes im vergangenen Jahr ein LF 10 in Dienst gestellt. In diesem Jahr soll der Mannschaftstransportwagen (MTW) ersetzt werden und ein Anbau neben der Halle des Feuerwehrgerätehauses errichtet werden.

Herausforderungen

Mit Fertigstellung des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Gießen wird dort die Pflege der Atemschutzgeräte und der Schläuche stattfinden. Das schafft auch logistische Probleme, denn die Gerätschaften müssen nicht nur in Lich, sondern auch auf den Ortsteilen abgeholt und wieder zurückgebracht werden.

In seinem Grußwort dankte der Licher Bürgermeister Dr. Julien Neubert den Einsatzkräften und zollte ihnen Anerkennung und Respekt für das, was sie geleistet haben. Er machte ebenfalls deutlich, dass man sich bei Kreis und Stadt auf Gasmangel und Stromausfall vorbereite. Es gebe nicht nur gemeinsame Seminare und Planungen, sondern auch die Beschaffung notwendiger Geräte. Nach der Erarbeitung eines Notstromkonzeptes habe die Stadt Notstromaggregate beschafft und Einspeisungsmöglichkeiten an den Feuerwehrhäusern eingebaut. Bereits vorher hatte Christian Stein auf Anfrage erläutert, für Krisensituationen sei die Licher Feuerwehr gut aufgestellt und könne auch mit Leuchttürmen und Wärmestuben helfen.

Stadtbrandinspektor Marco Römer bedankte sich für das Engagement jedes Einzelnen und erklärte, die moderne Technik und Ausstattung mache die Feuerwehr nicht nur für die Jugend interessant, sondern ermögliche gute und schnelle Hilfe im Unglücksfall.

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