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Gefahr durch heiße Sommer

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Aus mobilen Tanks wurde das Löschwasser entnommen. Fotos: FFW LIch © FFW LIch

Einsatzkräfte sehen sich mit einem Waldbrand-Szenario konfrontiert. Transportable Löschwasser-Behälter im Einsatz erprobt.

Lich (kag). In den letzten Jahren sind die Sommer trockener und heißer geworden. Damit stieg die Waldbrandgefahr in Deutschland. Zur Zeit ist in Hessen Waldbrandstufe 3, mittlere Gefahr auf dem Waldbrandindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD), aktuell. Aber, die heißen Monate stehen uns ja noch bevor. Die Freiwillige Feuerwehr Lich, Einsatzabteilung Lich Kernstadt, nahm das zum Anlass, im Licher Wald einen Waldbrand zu simulieren und dessen Bekämpfung zu üben.

Die Licher Kernstadtfeuerwehr war mit 30 Einsatzkräften, fünf Fahrzeugen und zwei Abrollbehältern mit Wassertanks in den Licher Stadtwald ausgerückt.

Feuer im Wald

Ein ausgedehnter Vegetationsbrand, also ein Böschungsbrand, ein Flächenbrand, ein Flurbrand oder ein Waldbrand, war die Ausgangslage. Zugführer Holger Merle und Joel Fey hatten das Szenario für die Übung ausgearbeitet.

Danach war es die Aufgabe der Mannschaften der beiden Löschgruppenfahrzeuge (HLF 20/16, LF 16), die Brandbekämpfung vor Ort durchzuführen. Für die Versorgung mit Löschwasser waren die Einsatzkräfte der beiden Fahrzeuge mit den Abrollbehältern Wasser zuständig.

Dafür standen ihnen die beiden Abrollbehälter Wasser mit je 10 000 Liter Wasser, ein großer Faltbehälter sowie eine 280 Meter lange Schlauchleitung im Einsatzgebiet zur Verfügung.

Der Faltbehälter, eine riesige Wanne, wurde im Wald aufgestellt und mit dem Wasser aus den Behältern gefüllt. Daraus konnte das Löschwasser über die Pumpen der beiden Löschfahrzeuge entnommen werden.

Wechsellader im Einsatz

Außerdem wurde die Pumpe des Abrollbehälters voll Wasser direkt zum Löschen verwendet.

Die Bekämpfung des angenommenen Brandes erfolgte mit fünf Strahlrohren.

Im Pendelverkehr wurde von einem Hydranten an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule mit dem Wechselladerfahrzeug inklusive Abrollbehälter Wasser entnommen und der Faltbehälter im Wald wieder befüllt.

Die Übungsleiter zeigten sich über den Übungsablauf zufrieden und sagten: »Wir wollen auf mögliche, künftige, ausgedehnte Waldbrände aufgrund der anhaltenden Trockenheit gut vorbereitet sein«.

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