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Geflüchtete untersucht

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Das Team der Asklepios Klinik Lich, das die Erstuntersuchung organisiert und durchführt. © Rembowski

Ein Team der Asklepios Klinik in Lich war für Menschen aus der Ukraine da und hat eine umfahreiche medizinische Erstuntersuchung bei den Geflüchteten durchgeführt.

Lich (red). Zahlreiche aus der Ukraine geflüchtete Menschen sind in der vergangenen Woche nach Lich gekommen. Die Asklepios Klinik hat auf Bitten der Stadt eine umfangreiche medizinische Erstuntersuchung der Geflüchteten durchgeführt.

»Wir sind sehr bestürzt über die Ereignisse in der Ukraine und unterstützen, wo es uns möglich ist«, berichtet Fabian Mäser, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Lich. Aus diesem Grund sei es selbstverständlich gewesen, der Bitte der Stadt Lich nach einer Erstuntersuchung von geflüchteten Menschen, die in Lich aufgenommen worden sind, nachzukommen.

In kürzester Zeit habe man ein Team von freiwilligen Mitarbeitern, das sich aus unterschiedlichen Professionen zusammensetzt, gebildet und einen Untersuchungstag eingeplant.

Neben ärztlichen Mitarbeitenden, die die Untersuchungen durchgeführt haben, meldeten sich auch Kollegen aus der Pflege sowie aus der Verwaltung, um die Aktion umfassend und strukturiert durchführen zu können. Ebenfalls dabei waren Mitarbeitende der Klinik, die in ukrainischer oder russischer Sprache für die geflüchteten Menschen übersetzen konnten. Denn ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt und das sprachliche Verständnis auf beiden Seiten sei essenziell bei der medizinischen Untersuchung und der Erhebung der Anamnese.

»Welche Vorerkrankungen und Beschwerden liegen vor? Wie ist der aktuelle gesundheitliche Zustand? Dies sind grundsätzliche Fragen, die wir bei der Erstuntersuchung stellen und von diesen hängt auch der weitere Verlauf der Untersuchung ab«, berichtet Dr. med. Daniela Heß, die als Ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme an der Licher Klinik, eine Checkliste für die Untersuchung der Geflüchteten erstellt und gemeinsam mit weiteren Kollegen die Aktion organisiert hat.

Insgesamt wurden 36 Personen erstuntersucht. Davon waren die Hälfte Kinder und Jugendliche. Es konnten Fragen beantwortet und Empfehlungen ausgesprochen werden.

»Wir haben allen erstuntersuchten Personen ebenfalls ein Impfangebot gemacht, welches auch gut angenommen worden ist«, so Privatdozent Dr. med. Thilo Schwandner, der als Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Lich ebenfalls an der Organisation der Aktion beteiligt war.

»Sollten weitere Untersuchungen notwendig werden und weitere geflüchtete Menschen medizinisch versorgt werden müssen, stehen wir als Klinik jederzeit gerne bereit«, betonte Geschäftsführer Mäser abschließend.

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