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Herzpumpe gegen kardiogene Schocks

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Das Team der Kardiologie mit Geschäftsführer Fabian Mäser (links). Foto: Rembowski © Rembowski

An der Asklepios Klinik in Lich gibt es en neues Überwachungssystem für schwerstkranke Herzpatienten.

Lich (red). Bei ausgedehnten Herzinfarkten, strukturellen Veränderungen der Herzmuskulatur oder fortschreitender Herzschwäche sorgt ein neu integriertes Überwachungssystem für einen Zugewinn an Patient:innensicherheit.

»Bei kritisch herzkranken Patient:innen findet eine engmaschige, intensivmedizinische Überwachung statt«, erklärt Dr. med. Matthias Bayer, stellvertretender Leitender Arzt der Kardiologie an der Asklepios-Klinik Lich. Bei diesen Patient:innen kann das Bild eines kardiogenen Schocks entstehen. Das bedeutet, dass das Herz akut nicht mehr in der Lage ist, so viel Blut in den Körper zu pumpen, dass eine ausreichende Versorgung der Organe gewährleistet ist. Unbehandelt führt dies zu einem Ausfall der Organe (Multiorganversagen) und zum Tod der Patienten. »In diesen ausgeprägten Fällen kommt in Lich regelhaft die sogenannte Impella Herzpumpe zum Einsatz, die eine mechanische Unterstützung des Herzens ermöglicht«, berichtet Dr. Bayer. Diese Pumpe saugt das Blut in der linken Herzkammer an und transportiert es in die Körperschlagader (Aorta). Hierdurch wird die linke Herzkammer entlastet und kann sich besser erholen.

Seit Kurzem wurde die Software der Pumpe erweitert. »Der Einsatz der herzunterstützenden Pumpe ist um eine Fernüberwachung erweitert worden. Das bedeutet, dass die behandelnden (Ober-)Ärzt:innen die Möglichkeit haben, über eine datenschutzsichere Cloud, die Einstellungen des Gerätes live von überall einsehen zu können und somit mit dem Kolleg:innen vor Ort Probleme schnellstmöglich und mit größter Expertise zu lösen«, erläutert Bayer das System. Für die Kardiologie der Asklepios-Klinik Lich, eingebunden in das bestehende Netzwerk, ist das neue System ein großer Zugewinn. »Wir freuen uns, dass wir konzernweit als erste Klinik, die neue Fernüberwachung eingeführt haben und somit die Patientenversorgung in der Region noch sicherer gestalten können«, so Fabian Mäser, Geschäftsführer der Asklepios-Klinik Lich.

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