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Hohes Engagement der Aktiven

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Ehrungen und Beförderungen mit Bürgermeister Neubert (l.), Marco Römer (3. v. l.) und Christian Stein (r.). © Schäfer

Aktuell hat die Einsatzabteilung der FFW Lich-Kernstadt 72 aktive Mitglieder, davon 65 Männer und sieben Frauen. Ein Zuwachs von drei Aktiven gegenüber 2020.

Lich (rrs). Wehrführer Christian Stein eröffnete die Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Lich-Kernstadt, zu der auch Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) und Stadtbrandinspektor Marco Römer gekommen waren, mit der Feststellung: »Da wir eine sehr hohe Impfquote erreicht und uns an die Corona-Regeln gehalten haben, konnten alle Übungen und Ausbildungen ab Februar 2021 zwar in Kleingruppen, aber in Präsenz stattfinden.« Die Ausbildung am Standort bestand aus 77 Stunden Pflichtfortbildungen, aufgeteilt in 18 Veranstaltungen. Den Praxishöhepunkt bildete eine Tagesübung mit einem simulierten Wohnungsbrand in einem Abrisshaus, gefolgt von einer spontanen Übung inklusive Spendenaktion in der Kneipe Statt Gießen. Zusätzlich bildeten sich 13 Feuerwehrleute in 29 unterschiedlichen Lehrgängen und Seminaren bei der hessischen Landesfeuerwehrschule fort, darunter Atemschutz, Katastrophenschutz, Erste Hilfe, Gefahrenstoffe inklusive Kampfmittel Grund-, Führungs-, und Ausbilderlehrgang. Dies zeige das hohe Engagement der Aktiven für die Sicherheit der Bürger, lobte Stein und ehrte insbesondere drei Feuerwehrmänner, die bei keinem einzigen Termin gefehlt haben.

»Aktuell hat die Einsatzabteilung 72 aktive Mitglieder, davon 65 Männer und nur 7 Frauen, was ein Zuwachs von drei Aktiven gegenüber 2020 bedeutet. Zusammen mit den 18 Mitgliedern bei der Jugend, fünf bei den Minis und 19 in der Ehren- und Altersabteilung kommt die Feuerwehr Lich insgesamt auf 114 Mitglieder«, zog Stein Bilanz und bedauerte, dass gerade bei der Jugend, die ja als Eintrittspforte für die Einsatzabteilung fungiert, durch Corona viel ausgefallen sei. »Im Februar 2021 nahm der neue, zweite Wechsellader seinen Dienst auf und im Juni erhielten wir eine Wärmebildkamera für das neue LF10. Die Bestellung für das LF16 läuft, wir rechnen im August mit der Auslieferung«, so Stein.

Insgesamt 120 Mal musste die Feuerwehr zu 16 Bränden, 63 Hilfeleistungen, drei Brandsicherheitsdiensten, einer Amtshilfe und 37 Fehlalarmen ausrücken.

So kamen 324 Stunden Einsatzzeit mit insgesamt 3737 Gesamtarbeitszeitstunden zusammen. Bei den Einsätzen war von Wohnungsbränden durch Wäschetrockner, über Verkehrsunfälle bis zur Rettung eines abgestürzten Turmfalken, der in die Klinik gebracht und auch wieder abgeholt und an den Ursprungsort zurück gebracht wurde, alles dabei. »Gerade die vielen, aber kleinen Einsätze zehren an der Motivation«, gab Stein zu bedenken und machte sich auch Sorgen über die vielen Fehlalarme. »Da spaziert ein Schwan vor dem Waldschwimmbad und die Feuerwehr statt dem Tierschutz wird gerufen.«

Heute mache jeder, angefangen vom Bund über die Länder bis zu den Kommunen, Pläne für den Katastrophenfall bis hin zur Verteilung von Jodtabletten. Aber zum Schluss sind es die Feuerwehren, die das umsetzen müssen, überlegte Stein und forderte mittelfristig eine hauptamtliche Aufstockung seines Personals, allein ehrenamtlich sei das nicht zu stemmen. Anschließend berichtete Gerald Jung von den Aktivitäten der Ehren- und Altersabteilung, bevor René Seipp das durch Corona stark geschrumpfte Angebot der Jugendfeuerwehr bedauerte, aber Tannenbäume einsammeln, ein Lasertag, ein Besuch der Feuerwehr Reiskirchen sowie eine Groß-Übung zusammen mit allen Jugend-Feuerwehren der Stadt Lich in Nieder-Bessingen mit einem simulierten Kita-Brand fanden trotz allem statt. Auch die aus ihrem Amt scheidende Betreuerin der Minis Caroline Stein hat wegen Corona in 2021 nur magere sechs Stunden mit ihren drei Jungs und zwei Mädels von den Feuermäusen verbracht. Bürgermeister Neubert lobte in seinen Grußworten die neu beschlossene Zusammenarbeit mit dem Gefahrenabwehrzentrum Gießen und beleuchtete den durch die Feuerwehren geleisteten Katastrophenschutz in den vergangenen beiden Krisenjahren, während Stadtbrandinspektor Römer die Eigeninitiative der Licher Feuerwehrmänner bei der Beschaffung des neuen Wechselladers in den Vordergrund rückte.

Anschließend wurde Christian Reitschmidt als dritter Vertreter der Einsatzabteilung im Feuerwehrausschuss im Amt bestätigt und Daniel Pal sowie Andreas Höpfl wurden als neue Betreuer für die Minis gewählt.

Befördert wurden Alexander Schultheiß und Daniel Pal (Oberfeuerwehrmann), Maximilian Müller (Löschmeister), Niklas Gössl und Mario Eise (Oberlöschmeister) sowie in Abwesenheit Sascha Macht (Feuerwehrmann Anwärter), Stephanie Geiger (Feuerwehrfrau), Adrian Wolny (Feuerwehrmann), Martin Wennerhold (Oberfeuerwehrmann), Ariane Schneider (Löschmeister) und André Thiesse (Hauptlöschmeister) .

Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Christian Römer und Philipp Roth geehrt.

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