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In Friedensstraße neue Heimstatt gefunden

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Sascha, Adam und Nadja. Bild: H. Jung © Hartmut Jung

Lich (hju). Über einen bis auf den letzten Platz besetzten Raum freuten sich Doris und Armin Weisel beim Muschenheimer Dorftreff. Nach Begrüßung wurden Kaffee und Kuchen genossen und die Gäste hatten Gelegenheit, sich über die Neuigkeiten des Licher Stadtteils auszutauschen.

Archäologin Jana Nathalie Burg berichtete anschließend von den Ausgrabungen um die antike Stadt Olbia, an denen sie drei Jahre, jeweils für sechs Wochen, mit einem internationalen Team teilgenommen hatte. Sehr interessant waren auch ihre Ausführungen über die Bewältigung des Alltags der Menschen in der nun von einem wahnsinnigen Krieg betroffenen Region im Südosten der Ukraine.

Nach den Ausführungen der Archäologin stellten Doris und Armin Weisel die beiden ukrainischen Frauen Sascha und Nadja mit ihren beiden Kindern Adam (8) und Trimur (4) vor.

Die vier Kriegsflüchtlinge fanden bei Familie Weisel in der Friedensstraße eine neue Heimstatt.

Sie berichteten mit eindrucksvollen Worten von ihrer sehr schwierigen und risikoreichen Flucht aus dem Kriegsgebiet um Charkow über Polen nach Deutschland. Die beiden Frauen lernen bereits fleißig deutsch und der achtjährige Adam besucht die Grundschule in Langsdorf.

Vorhandene Sprachschwierigkeiten werden dank Handy-Übersetzung überwunden.

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