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Jeder Handgriff muss sitzen

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Das Team der Notaufnahme nach erfolgreicher Durchführung des Simulationstrainings. © Asklepios-Klinik

An der Licher Asklepios-Klinik fand ein spezielles Simulationstraining statt. Ein Gewinn für Fachpersonal und Patienten.

Lich (red). PaSiTra-NA - was sich anhört wie ein Begriff einer fremden Sprache, der übersetzt werden muss, steht für »Patientensicherheits- und Simulationstraining in der Notaufnahme«. Das Asklepios Institut für Notfallmedizin mit Sitz in Hamburg, bietet ein spezielles Simulationstraining an, das optimal auf medizinische Notfallsituationen vorbereitet. »Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen«, berichtet Dr. Daniela Heß, Ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme an der Asklepios-Klinik Lich, die gemeinsam mit dem ärztlichen und pflegerischen Team über 20 000 Patienten jährlich versorgt. »Besonders herausfordernd und komplex sind dabei die sogenannten Schockraum-Behandlungen. Es handelt sich um schwerverletzte und/oder schwerstkranke Personen, die interdisziplinär und schnellstmöglich versorgt werden müssen«, so Heß.

»Zusammenarbeit ist eine Grundvoraussetzung für das Handeln aller Beteiligten. Gute Teamkommunikation, effektive Entscheidungsfindung, adäquate Führung, optimales Teamwork und höchste situative Aufmerksamkeit helfen Fehler und Zwischenfälle zu vermeiden und führen zu verbesserter Patienten- und Mitarbeitersicherheit«, erläutert Dr. Marissa Polac, die beim Institut für Notfallmedizin für die Durchführung der Simulationstrainings vor Ort verantwortlich ist. Das ganztätige Simulationstraining gliedert sich in einen theoretischen Teil mit informativen Vorträgen, einen Praxisteil, in dem drei unterschiedliche realitätsnahe Notfallszenarien durchgespielt werden und ein anschließendes Videobriefing. Die durchgeführten Simulationen werden auf Video aufgenommen und die gesamten Abläufe werden gemeinsam nachbesprochen.

»Das Training ist sowohl für Berufsanfänger als auch für Teilnehmer mit umfangreicher Berufserfahrung ein Gewinn. Denn es kann in realistischer, aber geschützter Umgebung die Bewältigung von Notfallsituationen geübt werden. Die Kompetenzen des gesamten Teams werden sowohl im Hinblick auf manuelle Fertigkeiten als auch auf die Kommunikation und Zusammenarbeit erhöht«, erläutert Heß, die sich über den Zuspruch aus dem Kollegenkreis freute, denn zahlreiche Fachabteilungen nahmen am Training teil.

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