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Klimageld für Solaranlagen

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»Mit dem Licher Klimageld fördern wir Sie bei Ihren Vorhaben für den Klimaschutz in Zeiten von Versorgungsunsicherheit, bedingt durch den Krieg in der Ukraine«, so Lichs Bürgermeister Neubert.

Lich (kag). Die Frage »An welchen Stellen kann die Stadt Lich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten?« habe im Mittelpunkt der Überlegungen gestanden, als man in Lich unterschiedliche Maßnahmen geplant und umgesetzt habe, sagte Lichs Bürgermeister Dr. Julien Neubert anlässlich des Pressetermins letzten Mittwoch. Der Umstieg der Stadt Lich auf regenerative Energien habe längst begonnen, fuhr Neubert fort.

Auf Dächern von Dorfgemeinschaftshäusern, Kindergärten und anderen städtischen Gebäuden werde mittels Fotovoltaikanlagen Strom aus der Sonnenstrahlung erzeugt.

Inzwischen gebe es E-Roller und E-Autos im täglichen Einsatz bei der Stadt, so Neubert. Lich gehöre zu den Klima-Kommunen in Hessen und man stelle sich der kommunalen Aufgabe Klimaschutz.

Wichtiger Baustein

Lich könne durch den Einsatz erneuerbarer Energien bei städtischen Liegenschaften, durch Beratung und Förderung sowie durch die Schärfung des Bewusstseins beim Bürger einen Beitrag leisten, CO2-Emissionen einzusparen. Dabei sei das Licher Klimageld ein wichtiger Baustein. »Mit dem Licher Klimageld fördern wir Sie bei Ihren Vorhaben für den Klimaschutz in Zeiten von Versorgungsunsicherheit, bedingt durch den Krieg in der Ukraine«, sagte Bürgermeister Neubert. Am 18. Mai hat die Stadtverordnetenversammlung die Förderrichtlinien zum Klimageld beschlossen. Danach werden Fotovoltaikanlagen zur Erzeugung von Strom, Balkonsolarstromanlagen und Batteriespeicher sowie Solarthermieanlagen zur Unterstützung der Warmwasserbereitung und zur kombinierten Heizungs- und Warmwasserunterstützung gefördert.

50 000 Euro Budget

Das Antragsformular kann von der Homepage der Stadt Lich heruntergeladen werden. Weitere Informationen erhält der Bürger unter klima@lich.de. Für diese Maßnahmen haben die Stadtverordneten ein Budget von 50 000 Euro beschlossen.

Es werde zu wenig daran gedacht, dass die Solarthermie zur Unterstützung der Heizung einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung leisten könne, erläuterte der Licher Klimaschutzmanager Peter Kupetz und ergänzte, immerhin betrage der Heizungsanteil mehr als zwei Drittel an der im Eigenheim verbrauchten Energie. Realistisch sei bei einer Heizungsunterstützung durch Solarthermie eine Einsparung von Energie in Höhe von fünf bis 14 Prozent, so Kupetz.

Mit dem Licher Klimageld unterstützt die Stadt Lich die Bürger bei der Realisierung ihrer Solarthermie- oder Fotovoltaikanlage mit Beträgen von 100 bis 3000 Euro unabhängig von weiteren anderen Fördermitteln, zum Beispiel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder des Bundes. Der Antrag auf Förderung muss vor Baubeginn gestellt werden.

Das Klimageld, sagte Bürgermeister Dr. Julien Neubert, sei ein erster Baustein. Weitere Bausteine folgen. So folge als Nächstes das Quartierskonzept, das für Muschenheim bereits genehmigt und für Nieder-Bessingen beantragt sei. Hier gehe es um einen kommunalen Wärmeplan, bei dem in einem Quartier oder Ortsteil die Wärmedaten des Bestandes erhoben werden und daraus Förderprogramme für eine energetische Stadtsanierung entwickelt werden.

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