1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Lich

»Klimageld« in Lich in Vorbereitung

Erstellt:

gikrei_Eberstadt_Kiga_11_4c
Vom Dach der Kita Eberstadt wird schon Strom eingespeist, der nicht für den Eigenbedarf gebraucht wird. © Kächler

Die Stadt Lich will private Solaranlagen - sowohl Photovoltaik als auch Solarthermie - fördern.. Richtlinien für ein »Klimageld« werden derzeit erarbeitet,

Lich ,(klk) Derzeit werden Förderrichtlinien für ein »Klimageld« erarbeitet, mit dem die Stadt Lich private Solaranlagen - sowohl Photovoltaik (PV) als auch Solarthermie - fördern möchte. Dies teilte Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtentwicklung mit.

»Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen«, so Neubert gegenüber dem Anzeiger. Dass man dafür bereits ein Budget in Höhe von 50 000 Euro eingeplant habe, zeige, wie wichtig man den Klimaschutz in Lich nehme. Die Fördergelder sollten möglichst unkompliziert beantragt und ausgezahlt werden können.

Ziel sei es, private Investoren zu motivieren, auch über den eigenen Bedarf Solarstrom zu erzeugen und ins Netz einzuspeisen.

Man sei deshalb bereits in enger Abstimmung mit der Mittelhessischen Energiegenossenschaft.

Die Fraktion der Freien Wähler hatte einen Antrag eingebracht, der es allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen soll, sich an den Erlösen aus der Einspeisung von Strom aus den PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden zu beteiligen. Dazu regte man Bürgergenossenschaften an, um die Energiewende voranzubringen.

Energie vom Dach

Auf zahlreichen Dächern in Lich wird bereits Solarstrom erzeugt, so etwa bei Kindergärten und Dorfgemeinschafthäusern.

Allerdings sind die meisten bislang nur für den Eigenbedarf ausgelegt. Einige speisen jedoch schon Strom ein, der nicht für den Hausgebrauch benötigt wird,

Wie Peter Kupetz, Klimaschutzmanager der Stadt Lich, auf Anfrage ausführt, sei man gerade dabei, eine Übersicht zu erstellen, welche kommunalen Gebäude für eine Solarnutzung infrage kämen. Schließlich müsse man abwägen, welche Nutzungsform geeignet sei. Dafür spielten Kriterien wie Lage und Statik eine bedeutende Rolle, aber auch, ob etwa eine Abendnutzung des Stroms nötig ist. Dann sei der Eigenbedarf voraussichtlich zu hoch für eine Einspeisung.

Bis Ende des Jahres soll die Prüfung abgeschlossen sein. Dann wisse man, welche städtischen Gebäude geeignet seien.

Auch interessant