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Neuer Schwung und neuer Vorstand

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Jan Görlach dankte den langjährig Aktiven Hansgünter Schneider, Markus Brückel, Annette Rück, Michael Bach und Wolfgang Stenke (v. r.). © Schneider

Das Blasorchester Eberstadt will mit einem Festwochenende das 100-jährige Bestehen feiern.

Lich (red). Im Jahr 2021 gab es einige Neuerungen beim Blasorchester Eberstadt, sagte Geschäftsführer Jan Görlach bei der Jahresversammlung in der Mehrzweckhalle Eberstadt. Und nachdem im Juni die Probenarbeit wieder beginnen konnte, kam neuer Schwung ins Orchester. Und in diesem Jahr soll das 100-jährige Bestehen gemeinsam mit dem Turn- und Sportverein gefeiert werden.

Ein wesentlicher Grund für den neuen Schwung war, dass der neue Dirigent Andreas Czerney nach dem langen Lockdown im Juni endlich beginnen konnte. Neu war auch, dass die Orchesterproben bis Mitte September nicht in der Mehrzweckhalle, sondern auf dem Hof davor stattfanden. »Viele Nachbarn rund um die Halle freuten sich über die wöchentliche Abendunterhaltung«, scherzte Görlach. Nach nur sechs Wochen Probenarbeit gab Ende Juli Andreas Czerney sein Debüt mit einem Frischluftkonzert und übernahm dabei auch formell den Dirigentenstab von seinem Vorgänger Andreas Kühr.

Erfreulich, dass bis Ende des Jahres noch acht musikalische Auftritte und zwei gesellige Veranstaltungen möglich waren. Als Highlight nannte Görlach das Konzert im Oktober in Holzheim bei der Einweihung des »Musikantenwegs«. Neu war auch, dass die Weihnachtsfeier im Freien mit Grillwurst und heißen Getränken stattfand. Immerhin konnten 28 Orchesterproben abgehalten werden und der Besuch war mit 60 Prozent gut. Dabei hatten Luisa Müller und Katharina Reuhl nur einmal gefehlt. Frederik Wolfert hatte zwei und Hansgünter Schneider drei Proben versäumt.

Dirigent Czerney sagte, dass ihm die Arbeit mit dem Blasorchester großen Spaß mache und welche Potenziale er sieht. In den ersten sieben Monaten sei bereits eine positive Entwicklung spürbar geworden. 2021 konnten vier neue Musiker im Orchester begrüßt werden. Auch ein Novum: Erstmals kann man eine Oboe im Blasorchester hören. Insgesamt sind es aktuell 54 Musikanten. Kim Stampe gab den Kassenbericht. Im Zusammenhang mit der Pandemie gab es weniger Einnahmen, zum Glück aber auch geringere Ausgaben. Dann gab es noch einen Ausblick auf das Jubiläumsjahr. Höhepunkt soll ein Festwochenende vom 19. bis 21. August werden. Seit vielen Jahren soll hierzu wieder ein Kirmeszelt auf dem Festplatz aufgestellt werden.

Turnusmäßig war der Blasorchester-Vorstand neu zu wählen: Geschäftsführer ist Jan Görlach, Stellvertreter Frederik Wolfert, Kassenwart Kim-Alexander Stampe, Schriftführer Marc Kießig, Dirigent Andreas Czerney, Notenwart Gerald Schmidt, Jugendwart Sebastian Schlaf und Medienwart Moritz Petersen. Ergänzt wird der Vorstand durch die Beisitzer Thomas Stenke, Elias Klein, Luisa Müller, Katharina Reuhl und Sophie Schindler. Der wiedergewählte Geschäftsführer dankte Julia Brückmann, Pascal Vorstandslechner und Franziska Görlach, die sich nicht mehr zur Wahl stellten und aus dem Vorstand ausgeschieden sind.

Folgende Ehrungen wurden nachgeholt: 2020 waren Karl-Ludwig Brückmann aus Lich (Flügelhorn) und Lothar Herr aus Garbenteich (Trompete) zehn Jahre dabei. Schon seit 40 Jahren spielt Wolfgang Stenke Tenorhorn. Görlach freute sich besonders, dass er dem Orchester die Treue auch nach seinem Umzug nach Rüddingshausen hält. Ebenfalls für 40 Jahre wurde Tenorhornist Mathias Schäfer und Flügelhornist Michael Bach, beide aus Eberstadt, gedankt. Auch wenn es bei Vereinsveranstaltungen Arbeit gibt, kann man auf die beiden immer zählen. Bach engagiert sich zudem seit 1987 im Vorstand des Blasorchester-Förderkreises.

Für das Jahr 2021 wurden folgende Ehrungen ausgesprochen: Erhard Schneider aus Sellnrod (Flügelhorn) und Emil Schulz aus Eberstadt (Tenorhorn) sind seit zehn Jahren und Markus Brückel aus Münzenberg (Tuba) seit 20 Jahren aktiv. Als Bariton-Saxofonist ist Jens Görlach aus Ober-Hörgern 30 Jahre dabei. Oliver Mader (Bariton) und Annette Rück (Klarinette), beide aus Eberstadt, halten seit 40 Jahren dem Verein die Treue. Annette Rück wurde für ihren langjährigen Einsatz in der Ausbildungsarbeit gedankt.

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