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Stadtwald genau unter die Lupe genommen

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Von: Thomas Wißner

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Das Interesse an der Waldbegehung war groß. Foto: Wißner © Wißner

Licher Parlamentarier und Bürger ließen sich von Stadtförster Ulrich Gessner während einer dreitstündigen Führung über die aktuelle Situation des Waldes informieren.

Lich (twi). Alljährlich treffen sich Lichs Parlamentarier zu einer Waldbegehung, um sich den Stadtwald einmal selbst vor Augen zu führen. Insgesamt 31 der 37 Stadtverordneten hatten sich auf Einladung von Stadtverordnetenvorsteher Michael Pieck (Grüne) eingefunden.

Doch weil diese auch in einem Wochenblatt abgedruckt wurde, fanden sich zudem zahlreiche interessierte Bürger am Treffpunkt ein, um sich bei Stadtförster Ulrich Gessner während einer dreistündigen Führung über die aktuelle Situation des Waldes informieren zu lassen.

Insgesamt 1600 Hektar umfasst die Licher Waldfläche, wobei diesmal das Langsdorfer Revier erkundet wurde. Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) begrüßten Pieck und Gessner die Teilnehmer, die zum einen auf dem Fahrrad oder auf einem Planwagen die Waldtour unternahmen.

Ziel war der Langsdorfer Pflanzgarten, wo bei einem geselligen Miteinander mit einem Picknick bei Kaffee, Kuchen und Brezeln die Waldbegehung ausklang. Naturschutz, Brennholz und Waldbewirtschaftung waren die Themen zu denen Gessner informierte, wobei der Licher Wald überwiegend Laubholz, Buche und Eichenbestand aufweist. Dabei handelte es sich um 85 Prozent Laub- und 15 Prozent Nadelholz.

Bestand der Wald noch in den 70er-Jahren zu einem Drittel aus Fichten, so ist diese bereits seit einigen Jahren komplett verschwunden. Sehr stark von den Trockenschäden sind alte Buchen betroffen. In einem bereits seit 2011 aus der Bewirtschaftung genommenen Bestand zeigte Gessner eindrucksvoll das Absterben der Buchen. Baumarten die besser zurechtkommen sind Eichen, Linde, Elsbeere, Douglasie und verschiedene Ahornarten.

Dies schlägt sich auch in jenen Kulturen nieder, die neu gepflanzt wurden. Allein im März diesen Jahres wurden 45 000 Bäume gepflanzt. Auch 2023 ist wieder eine Nachpflanzung in dieser Größenordnung geplant.

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