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Straße bei Erschließung zu schmal geplant

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Von: Klaus Kächler

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Der Carl-Benz-Ring in Lich wird derzeit ausgebaut. Weil die Erschließungsstraße zum dortigen Gewerbegebiet viel zu schmal geplant wurde, musste die Stadt Anlieger wie die Aldi Süd jetzt um Abtretung einiger Meter ihrer Grundstücke bitten, um überhaupt einen Bürgersteig anlegen zu können. Foto: Kächler © Kächler

Der Carl-Benz-Ring wird ausgebaut. Damit dies möglich wurde, mussten in Verhandlungen mit den Anliegern einige Meter von Privatgrundstücken hinzugewonnen werden.

Lich . Im Carl-Benz-Ring in Lich rollen die Bagger. Die Straße wird derzeit in einem ersten Bauabschnitt grundhaft ausgebaut. Allerdings gibt es ein Problem. Sie war bei der Erschließung des Gewerbegebiets viel zu schmal geplant worden.

Deshalb kann nun die vorgeschriebene Bürgersteigbreite von 1,50 Metern an vielen Stellen gar nicht eingehalten werden. Immerhin handelt es sich um die Zufahrt zu einem Gewerbegebiet. Schon jetzt kommen allerdings hier keine zwei großen Fahrzeuge aneinander vorbei. An sicheren Raum für Fußgänger ist da überhaupt nicht zu denken.

In Verhandlungen mit den Anliegern, im vorderen Bereich ist dies Aldi Süd, konnten einige Meter von Privatgrundstücken hinzugewonnen werden. Dabei sei die Bauverwaltung bei vielen Anliegern auf Verständnis gestoßen, berichtete Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) auf Anfrage des Anzeigers.

Dennoch bleibt es eng. Deshalb soll der Begegnungsverkehr erst einmal nur auf Probe beibehalten werden. »Klappt das nicht, müssen wir eine Einbahnregelung einführen«, erklärt der Rathauschef, der bei der Erschließung des Areals noch nicht im Amt war. Diese würde dann im Uhrzeigersinn durch den Carl-Benz-Ring führen.

Wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet die Erschließungsstraße zu einem Gewerbegebiet so eng geplant wurde, dass nicht einmal zwei Lkw im Begegnungsverkehr aneinander vorbeikommen, bleibt laut Neubert ein Rätsel.

Inzwischen wurde der Bebauungsplan bereits zum vierten Mal geändert.

Für den umfassenden Ausbau des Carl-Benz-Rings waren in den Haushalt 2021 bereits 320 000 Euro eingestellt worden. In diesem Jahr kommen noch einmal 570 000 Euro dazu und im kommenden Rechnungsjahr sollen noch einmal 680 000 Euro investiert werden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird ebenfalls 2023 gerechnet.

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