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Umfangreiche Erdarbeiten stehen an

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Von: Hartmut Jung

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Neujahrsempfang im Birklarer Dorfgemeinschaftshaus (v.l.): Julien Neubert, Achim Reis, Sebastian Schäfer, Werner und Edgar Müller. Foto: Jung © Jung

Für die nächste Baumaßnahme in Birklar sind umfangreiche Erdarbeiten nötig: Der Neubau eines Regenwasserkanals soll die Gefahr einer Überlastung bei Starkregen verhindern.

Lich (hju). Nach zweijähriger Corona-Unterbrechung kam es am Sonntag wieder zum traditionellen Neujahrsempfang der Birklarer Ortsvereine. Ortsvorsteher Sebastian Schäfer freute es, dass sich etliche Bürger des Licher Stadtteils im festlich dekorierten Dorfgemeinschaftshaus eingefunden hatten. Er dankte Werner Müller vom Förderverein für die Organisation und den Ortsvereinen für die Durchführung der Veranstaltung.

Viele Maßnahmen durchgeführt

Nach einem Begrüßungssekt informierte er die Gäste über die durchgeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im Licher Stadtteil. Der fertiggestellte Radweg nach Lich, die Erneuerung der 2021 abgeschlossenen Ortsdurchfahrt, der erfolgreiche Haus- und Hofflohmarkt, die Aufwertung des Ortsbildes durch die Aufstellung von Blumenkübeln und die Neugestaltung des »Freien Platzes« sowie die Sanierung des Kirchendaches waren Schwerpunkte der durchgeführten Maßnahmen. Außerdem hofft man, dass der Anbau am Feuerwehrgerätehaus bald abgeschlossen ist.

Für die nächste Baumaßnahme in Birklar sind umfangreiche Erdarbeiten nötig: Der Neubau eines Regenwasserkanals soll die Gefahr einer Überlastung bei Starkregen verhindern. Auch ist die Wiedereinführung des gemeinsamen Mittagstisches geplant.

Für musikalische Unterhaltung mit einigen Intermezzi sorgte Organist Edgar Müller auf dem Keyboard. Anschließend machte der neue Birklarer Pfarrer, Dr. Achim Reis, interessante Ausführungen aus seiner Zeit als Seelsorger in der Ukraine.

»Der russische Raum hatte schon immer eine besondere Anziehungskraft für mich. Nach mehreren Reisen nach Sibirien, wollte ich dort gerne eine Pfarrstelle übernehmen. Dann wurde die Sowjetunion aufgelöst und ich bekam 1992 das Angebot, die Stelle in der gerade wieder erstandenen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Kiew zu besetzen. In den vier Jahren meiner Tätigkeit dort, habe ich viele Erfahrungen über die Schwierigkeiten des kirchlichen Alltags in der Ukraine gemacht«, erläuterte Reis.

Anschließend hatte Bürgermeister Dr. Julien Neubert die Weiterentwicklung und Zukunftssicherung in der Kernstadt, im Ortsteil Birklar und den weiteren Stadtteilen in den Mittelpunkt seiner Rede gestellt. »Seit 2011 hat sich die Zahl der in Lich lebenden Menschen um über 1000 Personen erhöht. Dieser Herausforderung müssen sich die politischen Gremien stellen. Es werden 50 bis 60 neue Kindergartenplätze entstehen. Eine Entscheidung über den Bau einer weiteren Sport- oder Trainingshalle und deren Finanzierung steht ebenfalls an. Die dringend notwendige Erneuerung der Ortsdurchfahrt Muschenheim ist für 2024 vorgesehen.«

Hoffnung auf Fördermittel

Der Bürgermeister hofft, dass diverse Fördermittel für all‹ diese Maßnahmen, aber auch für den digitalen Ausbau der Kernstadt und sämtlicher Stadtteile mit Glasfaser requiriert werden können. »Für den Aus- und Aufbau eines Nahwärmenetzes stehen eine Million Euro bereit, hier hat die Stadt eine Stelle für einen Klimaschutzfachmann eingerichtet. Außerdem wird die Bauverwaltung personell aufgestockt. Der Bau einer Flüchtlings-Unterkunft in Lich durch den Kreis Gießen verzögert sich«, berichtete der Bürgermeister.

Neubert wünschte abschließend allen Bürgerinnen und Bürgern ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr und vor allem, auf den Krieg in der Ukraine eingehend, ein friedvolles 2023. Mit dem gemeinsamen Genuss von Kaffee und Kuchen endete die Veranstaltung am späten Nachmittag.

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