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Wohnkomfort und Wertsteigerung

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Reger Austausch herrschte auch vor dem Dorfgemeinschaftshaus. © Graf

Klimaschutzmanager beantworten Fragen von Licher Bürgern rund um Fördermöglichkeiten und Modernisierungsmaßnahmen ganz individuell.

Lich (kag). Wie kann ich Energiekosten sparen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Welche Modernisierungsmaßnahmen haben welche Wirkung? Fragen, die zur Zeit, bei stark steigenden Energiepreisen, sehr aktuell sind. Die Klimaschutzmanager wollen diese Fragen individuell beantworten.

Bei der Auftaktveranstaltung im Eberstädter Dorfgemeinschaftshaus (DGH) konnten die zahlreichen Besucher viel über Klima und Umwelt, die steigenden Temperaturen, ihre Folgen und Verursacher sowie geeignete Maßnahmen erfahren.

Auf Anregung von Christian Schulz, der im August 2021 einen entsprechenden Antrag im Ortsbeirat Eberstadt eingebracht hatte, fand die Auftaktveranstaltung der Stadt Lich mit Unterstützung der Landesenergieagentur (LEA) statt. Bürgermeister Dr. Julien Neubert (SPD) und Klimaschutzmanager Peter Kupetz stellten die Energieberater vor, Boris Klinec und Till Schuh von der LEA hielten die Fachvorträge. Nach der Fragerunde fanden an Stehtischen vor dem DGH Gespräche zwischen den Experten und dem Publikum statt. Außerdem lag umfangreiches Informationsmaterial bereit.

Bis 31. Juli wollen die Energieberater die am Anfang gestellten Fragen im Rahmen einer kostenlosen Energieberatung mit den Immobilienbesit-zern vor Ort klären. Dazu können sich Interessenten aus Lich bei Klimaschutzmanager Peter Kupetz, 0171/2926849, E-Mail: pkupetz@lich.de, mel-den, um einen Termin mit einem der Klimamanager zu vereinbaren. Diese Erstberatung ist kostenlos. Außerdem wurden verschiedene Wohngebiete ausgewählt, an die das Angebot der Energieberatung aktiv an die Hauseigentümer herangetragen wird. Die Bürger erhalten per Brief oder telefonisch das Angebot, das sie bei Interesse in Anspruch nehmen können. Außer in Lich finden auch im gleichen Zeitraum in Pohlheim und Staufenberg Energieberatungsak-tionen statt.

Till Schuh machte in seinem Referat deutlich, dass fast ein Drittel des Energieverbrauchs in Hessen durch die privaten Haushalte verursacht werde. Das begründe in diesem Bereich die Notwendigkeit des Handels. Dabei gehe es nicht nur um die Energieeffizienz des Gebäudes, sondern auch darum ein behagliches Zuhause zu schaffen, und den Wert der Immobilie auf lange Sicht zu erhalten.

Für die energetische Sanierung von Wohngebäuden warb Boris Klinec in seinem Vortrag. Nachdem bereits Till Schuh erläutert hatte, dass etwa 30 Prozent des Energieverbrauchs in Hessen durch private Haushalte verursacht werden, identifizierte Klinec die höchsten Einsparpotenziale bei der Heizung, danach bei der Dämmung der Fassade, der obersten Geschossdecke, der Fenster und der Kellerdecke. Der Energieverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes für die Raumtemperatur betrage 70 Prozent und 43 Prozent der Ölheizung seien mehr als 20 Jahre alt. Es gebe eine große Anzahl veralteter Heiztechnik, Potenziale im Keller und im Dach und Wärmelecks, die man aufspüren müsse. Die Hausbesitzer seien für Modernisierungen aufgeschlossen. Deshalb plädiere er für den weiteren Ausbau der Energieimpulsberatungen, die bis zum 31. Juli in Lich kostenlos angeboten werden.

Eine energetische Modernisierung bringe nicht nur eine deutliche Verringerung der CO2-Emmissionen und der Betriebskosten, sondern auch einen gesteigerten Wohnkomfort, eine Wertsteigerung des Gebäudes und eine Bauschadenfreiheit über Jahrzehnte. Zudem könne man die verschiedenen Fördermöglichkeiten nutzen, erläuterte Klinec.

Bürgermeister Julien Neubert kündigte in seinem Schlusswort an, dass die Stadt Lich zur Zeit an einer eigenen Förderrichtlinie arbeite, die demnächst vor-gestellt werde. Auch der Landkreis unterstütze die Gebäudemodernisierung durch Fördermittel. Zusammen mit den Fördermitteln der KfW seien auch unter Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen energetische Maßnahmen sinnvoll.

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