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450 000 Euro für Sanierung der »Lindenschule« eingestellt

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Eine »Lindenschule« gibt es schon lange nicht mehr, doch die beiden Gebäude stehen immer noch. Zum Glück, denn der Doppelstock-Pavillon soll nun saniert werden. © Wißner

Weil aktuell die Räumlichkeiten der ehemaligen »Lindenschule« dringender benötigt werden denn je, soll hier nun fast eine halbe Million Euro in den Pavillon investiert werden.

Linden (twi). Obwohl bereits vor acht Jahren die »Lindenschule« in die Anne-Frank-Schule (AFS) übergegangen und 2017 dann ganz verschwunden ist, gibt es immer noch ein Schulschild am ehemaligen Verwaltungsgebäude auf dem Areal der Burgschule Großen-Linden. Doch weil aktuell die Räumlichkeiten der »Lindenschule« dringender benötigt werden denn je, soll hier nun in den Pavillon investiert werden.

Einst teilten sich beide Schulen den Schulhof, dann entschloss sich der Landkreis als Schulträger dazu, nach 47 Jahren die »(Be)Sonder(e)schule« zu schließen. Ein Teil der Schüler samt Lehrerin wechselten 2014 an die Anna-Freud-Schule in Lich, die anderen Schüler mit vier Lehrkräften und der Schulsozialarbeiter an die AFS.

Was blieb, waren Verwaltungs- und Schultrakt samt Schulnamensschild - und jene Gebäude sollten nach dem Willen der damaligen Kreisschuldezernentin Dr. Christiane Schmahl (Grüne) dem Erdboden gleichgemacht, sprich abgerissen werden.

In Notzeiten zeigte Bürgermeister Jörg König Interesse an dem Gebäude zur Unterbringung einer oder mehrerer Kindergartengruppen, doch weil die Bausubstanz zu marode war, favorisierte der Landkreis einen Abriss. Diesen verhinderte die Flüchtlingswelle 2015, die Räumlichkeiten im Pavillon wurden für Sprachunterricht genutzt und mittlerweile befindet sich seit fünf Jahren die Nachmittagsbetreuung der Burgschule in dem 1979 errichteten Doppelstock-Gebäudetrakt.

Im zu Beginn des Schuljahrs 1977/78 errichteten Verwaltungspavillon nutzt aktuell die Polizei einen Raum, während die anderen Räume des mit einem barrierefreien Zugang ausgestatteten Gebäudes nicht schulisch genutzt werden.

Auch die Burgschule weist einen ständigen Schülerzuwachs auf. Läuft nun das vierte Schuljahr zweizügig mit den Sommerferien aus, kommen zum neuen Schuljahr 2022/23 drei erste Klassen hinzu und die vorhandenen Klassenräume im Bestandsgebäude reichen dafür so nicht aus. Nun plant der Landkreis eine umfangreiche Sanierung, will fast eine halbe Million Euro in die »Lindenschule« investieren.

Wie Pressereferentin Manuela Jung auf Anfrage mitteilte, ist die Sanierung des Pavillons vorgesehen. »Geplant ist eine umfangreiche Sanierung einschließlich Einbau einer coronakonformen Lüftungsanlage. Nach Genehmigung des Haushaltes durch das Regierungspräsidium können die Planungen für die Sanierungsmaßnahme beginnen. Weitere Details können nach Abschluss der Planungen bekanntgegeben werden«, so Jung. Der Landkreis hat für die Sanierungsmaßnahme im Haushaltsplan 2022 insgesamt 450 000 Euro eingestellt.

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