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Andreas Eichberger Nachfolger von Frank Steibli

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Andreas Eichberger © Thomas Wißner

Der 46-jährige Betriebswirt Andreas Eichberger ist neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Linden. Er wurde mit einem 100-prozentigen Votum gewählt.

Linden (twi). »Es war mir eine Freude, eine Ehre. 21 Jahre sind rum. Ich werde in den Ortsverein Heuchelheim wechseln«. Mit diesen Worten verabschiedete sich Frank Steibli als Vorsitzender der SPD Linden und konnte als erste Amtshandlung als »Ex-Vorsitzender« seinem Nachfolger Andreas Eichberger zu einem 100-Prozent-Votum gratulieren. In großer Harmonie trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Linden zu ihrer Jahreshauptversammlung in der Gaststätte »Lindener Hof«, um über die beiden vergangenen Jahre in der Lindener Stadtpolitik zu diskutieren, den alten Vorstand zu entlasten und einen neuen zu wählen.

Seit 2017 stand Steibli an der Spitze des Ortsvereins und hatte schon im Vorfeld seinen Rückzug angekündigt. In einer sehr persönlichen Erklärung ließ Steibli die Genossinnen und Genossen wissen, dass er schon seit längerem in Heuchelheim wohne und sich künftig dort für die SPD engagieren wolle. Er bedankte sich bei Vorstand und Mitgliedern und wünschte seinem Ortsverein eine erfolgreiche Zukunft. Zuvor hatte er das vergangene Jahr Revue passieren lassen, beklagte das trotz engagiertem Wahlkampf schlechte Abschneiden bei der Kommunalwahl im März 2021, seit der die SPD in der Lindener Stadtverordnetenversammlung nur noch die drittstärkste Kraft stellt. Auf diese Niederlage folgten aber auch Höhenflüge. Steibli verwies darauf, dass nach 16 Jahren die SPD seit September wieder die Bundesregierung anführt, dass mit Felix Döring ein junger Sozialdemokrat den Wahlkreis gegen den amtierenden Kanzleramtsminister gewinnen konnte und unsere Region nun im Bundestag vertritt. Dazu konnte die SPD mit Frank-Tilo Becher die Gießener Oberbürgermeisterwahl gewinnen und Anita Schneider das Amt der Landrätin verteidigen.

Dies alles vollzog sich unter dem Einfluss einer Pandemie, die seit zwei Jahren die ganze Welt in Atem hält und die seit dem 24. Februar trotz täglicher Rekord-Infektionszahlen im öffentlichen Interesse in den Hintergrund tritt, durch die schrecklichen Bilder von Wladimir Putins völkerrechtswidrigem Angriffskriegs in der Ukraine. Für seine Ausführungen und für seine Zeit als Vorsitzender spendete die Versammlung Steibli stehend Applaus.

Als seinen Nachfolger präsentierte Steibli der Partei den 46-jahrigen Betriebswirt Andreas Eichberger, den es vor fast zwei Jahrzehnten der Liebe wegen aus Rheinland-Pfalz nach Linden zog. Der verheiratete Vater zweier Kinder gehört seit etwas mehr als einem Jahr der SPD an und kandidierte bei der Kommunalwahl auf der SPD-Liste für die Stadtverordnetenversammlung. Er sei über sein umwelt- und klimapolitisches Engagement und den Widerstand gegen das Bauprojekt am Bahnhof zur Lindener Sozialdemokratie gekommen, erklärte er den Mitgliedern und präsentierte seine Vorstellungen zur Arbeit der Partei in den kommenden Monaten. Belohnt wurde er für seinen klaren Vortrag mit 100 Prozent Zustimmung bei der Wahl zum ersten Vorsitzenden. Überhaupt war die Geschlossenheit der Genossinnen und Genossen so groß, dass ausnahmslos alle Vorstandsämter einstimmig vergeben wurden.

Eichberger zur Seite stehen mit der Fraktionsvorsitzenden Gudrun Lang und Antje Markgraf zwei erfahrene Stellvertreterinnen. Auch als Kassierer und Schriftführer wurden mit den SPD-Stadträten Wolfgang Gath und Uwe Markgraf erfahrene Kommunalpolitiker in ihren Ämtern bestätigt. Dirk Schimmel löst Ellen Buchborn-Klos als Pressesprecher ab und Silva Lübbers übernimmt das Amt der Organisationsreferentin. Ellen Buchborn-Klos bleibt Beisitzerin und vertritt den Ortsverein zukünftig im Unterbezirksbeirat. Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Hermann Döll, Stefan Schröder, Maximilian Stock und Yilderim Yildiz.

Als erste Amtshandlung als neuer Vorsitzender hatte Andreas Eichberger das Vergnügen, zwei Neumitgliedern die Parteibücher zu überreichen, die beide noch keine 20 Jahre alt sind. Zuvor hatte Gerald Dörr als stellvertretender Unterbezirksvorsitzender schon angemerkt, dass er in der Versammlung zum ersten Mal seit vielen Jahren auf den Köpfen mehr blonde, braune und schwarze Haare sähe, als graue und dies als gute Aussicht für die Zukunft des SPD-Ortsvereins Linden deute. Foto: Wißner

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