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Ausbildung trotz Pandemie durchgängig betrieben

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Kreisjugendfeuerwehrwart Kai Hilberg (l.) überreicht Christoph Müglich das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverband Hessen-Darmstadt in Bronze für 25 Jahre. © Wißner

Dennis Braun wurde für fünf weitere Jahre im Amt des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden bestätigt .

Linden (twi). Dennis Braun wurde für fünf weitere Jahre im Amt des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden bestätigt und geht damit in seine zweite Amtszeit. In der Dienstversammlung wurden zudem Winfried Kessler als Vertreter der Ehren- und Altersabteilung, Markus Trinklein als Vertreter Gerätewarte und Patrick Mus als Beisitzer bestätigt.

112 Alarmierungen

Mit 112 Alarmierungen hatten die 49 Mitglieder der Einsatzabteilung, darunter sechs Frauen, im vergangenen Jahr zehn Einsätze mehr als noch in 2020 zu verzeichnen. Wie Braun in seinem Bericht ausführte, hat sich die Zahl der Einsatzkräfte nach einem Übertritt aus der Jugendfeuerwehr, vier Neu- und sieben Austritten um vier reduziert. Die Ehren- und Altersabteilung zählt 44 Mitglieder. Die Wehr rückte zu insgesamt 23 Bränden, bei denen es sich um 13 Klein-, drei Mittel- und einen Großbrand sowie sechs gelöschte Feuer handelte. Bei den 61 Hilfeleistungen wurden in zwei Fällen Amtshilfen geleistet, gab es einen Gefahrguteinsatz, fünf Ölspuren oder Auslaufen von Betriebsmitteln, zwei Sturm-, fünf Tier-, drei Unwettereinsätze, sieben Türöffnungen, zwei Unterstützungen für den Rettungsdienst und 24 Verkehrsunfälle. Dabei hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle um fast 150 Prozent gegenüber 2020 erhöht. Zwei Einsätze zur Menschenrettung, fünf sonstige Hilfeleistungen und drei sonstige Wassereinsätze komplettieren die Bilanz.

Auch die Zahl der Hilfeleistungen erhöhte sich von 47 in 2020 auf 61. Bei den 28 Fehlalarmierungen handelte es sich um zehn Meldungen automatischer Brandmeldeanlagen, einen blinden, drei böswillige und 14 Fehlalarmierungen. Vier Personen konnten gerettet werden und für drei Personen kam leider jede Hilfe zu spät.

Pandemiebedingt gab keine Brandsicherheitsdienste und es wurde keine Brandschutzerziehung durchgeführt. Zu neun überörtlichen Einsätzen wurden die Großen-Lindener Brandschützer hinzugezogen. 46 Ausbildungsveranstaltungen wurden abgehalten, wobei die Übungsbeteiligung bei 52 Prozent lag. Trotz Einschränkungen wurde die Ausbildung durchgängig betrieben.

»Bis heute ist mir kein Fall bekannt, dass sich eine Kameradin oder ein Kamerad im Dienst bei der Feuerwehr mit dem Virus infiziert hat, auch wenn wir inzwischen schon einige Fälle in der Einsatzabteilung hatten. Dies zeigt, wie gut die Dienstanweisung zur Corona-Pandemie funktioniert«, so Braun. Dieser ging auf einige besondere Einsätze ein, wobei im Januar innerhalb kürzester Zeit die Sondereinsatzgruppe (SEG) spezielle Rettung in Leihgestern eine Person aus einer Baugrube rettete und einen Tag später einen Lkw-Fahrer auf der A45 wegen einer vitalen Bedrohung aus seinem Fahrerhaus befreite. Ein brennender Elektroroller unter einem Unterstand, ein gemeldeter Dachstuhlbrand an einem Wohnhaus an der Grube Fernie, der Kleinbrand an einer Küchenzeile in einem Mehrfamilienhaus, ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren schwerverletzten Personen an der Ausfahrt Großen-Linden sowie ein Garagenbrand im Mühlberg, der sich als Wohnhausbrand entpuppte, und die Sprengung eines Geldautomaten im Lückebachtal waren weitere besondere Einsätze. Eine Kuhrettung in den Rohrwiesen am Lückebach war ebenso nicht alltäglich.

Schwan gerettet

»Im November 2021 wurde ein Schwan an der Grube Fernie durch zwei Kameraden zu Boot und einen Kameraden mit Trockenanzug im Wasser gesichert und anschließend vom Tierschutzverein Gießen zur weiteren Versorgung in die Tierklinik nach Gießen gebracht«, so der Wehrführer.

In Dienst gestellt werden konnte der neue AB Wasser mit 10 000 Liter Tankvolumen und die persönliche Schutzausrüstung wurde weiter ergänzt, ersetzt und ausgebessert. Am virtuellen Marienmarkt 2021 beteiligte sich die Einsatzabteilung und zeigte den Ablauf eines Einsatzes. Mit dem GWG nahm die Wehr an der Jubiläums-Oldtimerfahrt des Kreisfeuerwehrverband Gießen anlässlich dessen 75-jährigem Bestehen teil.

Stadtbrandinspektor Dr. Alexander Weiß nahm abschließend die Beförderung von Alexander Heinecke zum Feuerwehrmann und die Überreichung einer Anerkennungsprämie des Landes Hessen über 250 Euro für zehn Jahre Dienstzeit an Marcel Walden vor. Kreisjugendfeuerwehrwart Kai Hilberg zeichnete Christoph Müglich für 25-jährige aktive Feuerwehrtätigkeit mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverband Hessen-Darmstadt in Bronze aus.

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