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Baumaßnahmen in der Bahnhofstraße machen Fortschritte

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Bürgermeister Jörg König schaute sich an der Baustelle des barrierearmen Zugangs um. Foto: Wißner © Wißner

Bürgermeister Jörg König überzeugte sich vom guten Fortschritt der Baumaßnahme, nachdem die Stadt das Gebäude 2021 von der Evangelischen Kirchengemeinde Linden zurückerworben hatte.

Linden (twi). In dieser Woche soll der barrierearme Zugang zur einstigen Kleinkinderschule in Großen-Linden in der Bahnhofstraße 2a fertig sein. Bürgermeister Jörg König überzeugte sich bei einem Ortstermin vom guten Fortschritt der Baumaßnahme, nachdem die Stadt das Gebäude 2021 von der Evangelischen Kirchengemeinde Großen-Linden zurückerworben hatte.

Wie das Stadtoberhaupt bereits in der jüngsten Stadtverordnetensitzung in einem Sachstandsbericht mitgeteilt hatte, ist die Heizung in dem 1895 zunächst von der Stadt als Kleinkinderschule errichteten und mittlerweile als Kulturdenkmal »Klinkergebäude mit spätromanischem Nischenportal vom alten Rathaus« ausgewiesenen Gebäude komplett erneuert worden. Zudem wurde ein neuer digitaler Stromzähler eingebaut und die Toilette im Inneren saniert.

Am Anbau wird aktuell eine weitere sanitäre Einrichtung installiert. Lange war in den politischen Gremien über den Ankauf und eine notwendige Sanierung gestritten worden. Hatte die Kirchengemeinde das Gebäude in den 50er-Jahren von der Stadt erworben und dieses zunächst als Gemeindehaus genutzt, so war es nach dem Erwerb des alten Rathauses der Stadt Großen-Linden und dessen Ausbau zum Gemeindehaus 1987 kaum noch genutzt worden. Es diente einige Jahre als Jugendhaus der Gemeinde mit einem Kino und erlebte erst mit dem Einzug der »StattBücherei« Mitte des vergangenen Jahrzehnts eine Renaissance. Zudem nutzte der Heimatkundliche Arbeitskreis das Gebäude als Lagerstätte.

Erst ein zweites Gutachten führte dazu, dass die Bausubstanz des Gebäudes als »gut« eingestuft und ein Ankauf ein mehrheitliches Votum fand. Unter Berücksichtigung eines Nutzungskonzeptes wurde mit Hilfe eines Planers ein Sanierungsplan erstellt, allerdings laufen hier wie bei so vielen Projekten die Kosten davon und lassen sich nur schwer schätzen. Rund 100 000 Euro hatte die Stadt für den Erwerb aufgewendet. Allerdings hat sich der Heimatkundliche Arbeitskreis mit einer Spendenaktion beteiligt und 15 000 Euro an die evangelische Kirchengemeinde Großen-Linden gezahlt. Der reine Spendenanteil betrug dabei 12 860 Euro und wurde aus dem Vereinsvermögen aufgestockt.

Wie von König versprochen, hatten Heizung, Toilettenanlage und der barrierearme Zugang zunächst Priorität. Seitens der Stadt soll mit dem Heimatkundlichen Arbeitskreis ein Nutzungsvertrag geschlossen werden und das Gebäude weiterhin kulturellen, sozialen und Vereinszwecken dienen. Dabei soll die Bücherei unter ehrenamtlicher Regie weitergeführt werden und das Haus auch für Vereine und Veranstaltungen genutzt werden.

Zugang erleichtert

»In den nächsten Jahren wird sich noch zeigen, wie wichtig dieser Ankauf war«, freut sich König über den barrierearmen Zugang zum Gebäude, für den zwar einige Bäume und Sträuchern weichen mussten, aber eine Neugestaltung der Außenanlage vorgesehen ist. Erleichtert wurde die Baumaßnahme dadurch, dass sich das Nachbargrundstück bereits in städtischem Eigentum befand.

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