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Drei Jubiläen in Leihgestern nachgefeiert

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Von: Thomas Wißner

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Bei den Vorführungen durften die Kinder selbst zum Schlauch greifen. Foto: Wißner © Wißner

In Leihgestern wurden 50 Jahre Jugendfeuerwehr, 25 Jahre Minifeuerwehr und 25 Jahre Feuerwehr-Partnerschaft mit Rübenau im Erzgebirge nachgefeiert.

Linden (twi). »50 Jahre Jugendfeuerwehr und 25 Jahre Minifeuerwehr - das sind etwa 2100 Übungsabende für die Jugendlichen und rund 525 für die Kinder. Dazu kommen zahlreiche Sonderveranstaltungen«, fasste Kreisjugendfeuerwehrwart Kai Hilberg das Doppeljubiläum der Nachwuchsgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Leihgestern in Zahlen zusammen. Darüber hinaus wurde ein drittes Jubiläum begangen: die seit 1996 bestehende Feuerwehr-Partnerschaft mit Rübenau im Erzgebirge.

Spiel und Spaß für Kinder

Zahlreiche Besucher kamen am Samstag zu der Veranstaltung. Die Leihgesterner Brandschützer präsentierten ihre Fahrzeuge und boten vor allem für Kinder ein umfangreiches Spiel- und Spaß-Programm mit Hüpfburg und Rutsche, Bobbycarfahren, Löschspiel und einem Jugendfeuerwehrhaus. Am Nachmittag wurde jungen und älteren Besuchern der Umgang mit einem Feuerlöscher erklärt.

Während die Kinder spielten begrüßte Vorsitzender Marc Ino Bausch zur dreifachen Jubiläumsfeier. Bürgermeister Jörg König (CDU) dankte zunächst den Einsatzkräften: »Sie sind da, wenn man sie braucht.« Er überreichte Jugendfeuerwehrwart Simon Mutz wie auch Lena Moos für die Minifeuerwehr Eisgutscheine für die beiden Nachwuchsgruppen. Ein weiteres Geschenk des Stadtoberhaupts erhielt die Partnerwehr aus Rübenau in Form eines edlen Tropfen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Hilberg versicherte, dass es in Sachen Feuerwehr in Leihgestern läuft »und darauf können alle Lindener Bürger, die Kommunalpolitiker sowie alle Einsatzkräfte hier in der Stadt stolz sein. Denn der größte Teil der Einsatzkräfte kommt aus den Reihen der Jugendfeuerwehr und stellt somit den Brandschutz in Linden sicher. Die Jugendfeuerwehr Linden legt einen hohen Standard in Sachen Ausbildung, Sport, Spaß und Freude an den Tag«.

Appell an die Eltern

An die Besucher appellierte er, sich die Ausstellung mit Fotos aus alten Zeiten anzuschauen. »Es werden immer weniger Jugendliche und deswegen möchte ich gerne noch mal an die Eltern appellieren, ihre Kinder für die Jugendfeuerwehr zu interessieren. Einen Verein und ein Hobby zu finden, wo viel gemacht wird, das gibt es hier.«

Hilberg verwies darauf, dass viele heutige Einsatzkräfte zunächst in der Minifeuerwehr und dann in der Jugendfeuerwehr aktiv waren. Er hob dabei den stellvertretenden Wehrführer Lorenz Wurm hervor, der diesen Weg ebenso wie auch Kevin Bauer beschritten habe. Bauer betreut gemeinsam mit Mirko Wolf, Lena Moos und Sven Meyer die Minifeuerwehr, während Jugendfeuerwehrwart Simon Mutz und Max Goldberg diese Aufgabe bei der Jugendfeuerwehr inne haben.

Gleich zwei Geschenke gab es dann von der Partnerwehr aus Rübenau. Wehrführer Daniel Preißler überreichte zunächst einen kleinen Karton, aus dem Bausch dann LED-Kerzen auspackte. Anschließend gab es das große Geschenk: einen Schwibbogen aus dem Erzgebirge für den Außenbereich, zu dem die Kerzen gehören. Darauf ist der Schriftzug »Feuerwehr Leihgestern - Partner seit 1996« neben den beiden Feuerwehrwappen von Leihgestern und Rübenau zu sehen.

Bei der Fahrzeugschau konnten die Kinder im Tanklöschfahrzeug 16/25 Platz nehmen, Motorsägeneinsätze wie auch eine Personenrettung bei einem Fahrzeugunfall in Augenschein nehmen. Zu sehen waren darüber hinaus noch ein Löschgruppenfahrzeug 20, Gerätewagen Logistik und ein DDR-Feuerwehroldtimer.

Für die Besucher gab es zwei Kurzvorträge zum Thema »Was ist Feuerwehr?« und auch für das leibliche Wohl war mit Haxen, Bratwurst, Pommes sowie Kaffee und Kuchen bestens gesorgt. Die Feuerwehrkameraden aus Großen-Linden halfen beim Thekendienst mit.

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Die heutigen Mitglieder der Minifeuerwehr Leihgestern mit ihren Betreuern Lena Moos, Kevin Bauer, Sven Meyer und Mirko Wolf (v.l.). Foto: Wißner © Wißner

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