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»Eine fantastische Leistung«

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Die neue moderne Cafeteria ist ein idealer Treffpunkt. © Wißner

Das neue Gebäude Haus 3 und der Erweiterungsbau am Haus 2 sind abgeschlossen.Am Rosenmontag beginnt der Umzug für die Bewohner des Seniorenzentrums Linden.

Linden (twi). »Wir können heute einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Fertigstellung unseres Bauprojektes zum Seniorenzentrum Linden präsentieren«, freute sich die Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für diakonische Altenhilfe Gießen und Linden, Marianne Wander, bei der Begrüßung der am Bau beteiligten Arbeiter und Verantwortlichen in der neu entstandenen Cafeteria. »Mit der heutigen Endabnahme des Bauabschnitts I haben wir einen Etappensieg und -ziel erreicht«, ließ Wander sodann die Bauzeit bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes Haus 3 und des Erweiterungsbaus am Haus 2 Revue passieren.

Am 8. Oktober 2020 erfolgte der Baubeginn, und bis zur Endabnahme »haben wir eine sehr anstrengende und schwierige Bauzeit mit vielen Hindernissen erlebt«. Ein Bau in Zeiten der Corona-Pandemie mit damit einhergehenden steigenden Rohstoffpreisen war dabei eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Und dennoch konnte für das 20-Millionen-Gesamtprojekt bisher der finanzielle Rahmen eingehalten werden, trotz eines geringen zeitlichen Verzugs. »Unter diesen Widrigkeiten eine komplexe Baumaßnahme fertigzustellen und dann noch im Zeitplan und Budgetplan zu liegen, ist eine fantastische Leistung. Wir können stolz auf dieses Bauwerk und nicht zuletzt auf die gute Zusammenarbeit sein«, freute sich Wander über die ausgezeichnete Leistung der am Bau beteiligten Unternehmen.

Umzug startet

Gemeinsam mit Geschäftsführerin und Einrichtungsleitung Christa Hofmann-Bremer, dem neuen kaufmännischen Geschäftsführer Tim Schröder und den beiden Pflegedienstleiterinnen Anna Brück und Lisa Brinkmann-Ulrich erfolgte ein Rundgang durch die neu geschaffenen Räumlichkeiten und Gebäude. Am Rosenmontag beginnt dann der Umzug für die Bewohner, wird dann mit dem zweiten Bauabschnitt im bisherigen Hauptgebäude samt Empfang und Mehrzweckraum begonnen. Ab dann hat auch der provisorische Eingang ausgedient, kann der neue, freundlich in einen Cafeteriabereich übergehende neue Eingangsbereich zwischen Haupthaus und dem neu errichteten Haus 3 genutzt werden. Erst mit Beendigung der Baumaßnahme 2024 stehen dann weitere Plätze zur Verfügung, werden die neu geschaffenen Räume zunächst als Ausweichmöglichkeit für die nun anstehende Bestandssanierung genutzt. Haus 3, wo künftig dann auch Tagespflege und Diakoniestation Einzug halten werden, ist unterkellert und bietet allen Mitarbeitern Arbeitsplätze mit Tageslicht, wie Hofmann-Bremer mitteilte. Insgesamt 47 neue Zimmer wurden im Anbau- und Neubau errichtet. 16 Plätze in Haus 3 sind für die teilstationäre Tagespflege und 24 Plätze im ambulanten Bereich vorgesehen, wobei hier Bewohner der Pflegegrade von 0 bis 3 Einzug halten können. Bewohner mit Pflegegrad 4 und 5 kommen im Erweiterungsbau zu Haus 2 unter.

12 Einzelzimmer

Ein großes Leuchtturm-Foto ziert den Gemeinschaftsraum der Tagespflege im ersten Obergeschoss und im 2. Obergeschoss beim Wohnen auf Zeit ist Strandidylle angesagt. Hier gibt es zwölf Einzelzimmer mit großer Gemeinschaftsküche und Wohnzimmer. Hier ist das Motto: »So viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich, die eigenständige Lebensführung wahren, die Selbstständigkeit erhalten und verbessern, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichern«, so die Einrichtungsleiterin. Mit dem Anbau an den Altbestand Haus 2 wurden 23 Einzelzimmer in der vollstationären Pflege mit einem weiteren Fahrstuhl und einem Therapieraum geschaffen. Die Zimmer verfügen über TV, barrierefreiem Bad und WC sowie im Tagespflegebereich auch über eine kleine Küche. Von Montag bis Freitag nächster Woche gibt es täglich 15 Umzüge, wobei den Bewohnern Paten zur Seite stehen, die im Vorfeld gesucht und gefunden wurden. Weil der Mehrzweckraum aufgrund der Sanierungsarbeiten nun für einige Zeit nicht zur Verfügung steht, finden die Gottesdienste hausintern statt. »Wir haben den Pfarrern versprochen, dass die Weihnachtsgottesdienste im neuen Mehrzweckraum stattfinden können«, verriet Wander. Die Bauabschnitte III und IV umfassen die Renovierung von Haus 1 und die Anpassung des neuen Gebäudes. Diese sollen bis 2024 und die Außenanlagen dann im letzten Bauabschnitt 2025 abgeschlossen sein.

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Im 2. Obergeschoss beim »Wohnen auf Zeit« herrscht Strandatmosphäre. © Wißner

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