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Eins haben alle gemein: Bordsteinkanten sind zu hoch

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Die Begehung führte auch durch die Großen-Lindener Burgstraße. Foto: Wißner © Wißner

Vier Wanderwege beschäftigen weiterhin den Lindener Jugendausschuss. Derzeit werden die Anregungen erörtert.

Linden (twi). Nach 27 Monaten »wieder im vertrauten Sitzungssaal der Lindener Ratsstuben und damit den Erlebnispark wieder für andere Aktivitäten zugänglich machen«, begrüßte der Vorsitzende des Jugendausschusses Matthias Spangenberg (SPD) die Teilnehmer zur Sitzung, bei der es ausschließlich um die von der CDU beantragten Wanderwege ging. Ein langer Weg für die vier Lindener Spazierwege. Erneut wurden lediglich Anregungen und Verbesserungsvorschläge erörtert, protokolliert und festgehalten. Dr. Heinz Lothar Worm und Karin Irma Lenz hatten federführend die Wege angeregt und im März fanden nach umgehenden Beratungen und Erörterungen in vorausgegangen Ausschusssitzungen Begehungen mit den Bürgern statt (wir berichteten). Allerdings ließ das Bürgerinteresse doch sehr zu wünschen übrig, waren es fast ausschließlich politische Mandatsträger die sich daran beteiligten. Begleitet wurden die Spaziergänge jeweils zweimal von Ordnungsamtsleiter Tim Schneider und von Ordnungsamtspolizist Moritz Schneider. Beide hatten dabei Aktennotizen angefertigt, die dem Ausschuss vorgelegt wurden.

Wie Bürgermeister Jörg König (CDU) dazu ausführte, fanden im Vorfeld mit Hessen Mobil und Polizei Gespräche statt. Weil die Landesstraßen nur gequert werden, müssten Hessen Mobil lediglich die Beschilderungspläne vorgelegt werden. Mit den Antragstellern soll seitens des Ordnungsamtes noch ein Gespräch hinsichtlich der Beschilderungspunkte wie auch der Ruhebänke geführt werden. Die Kritik an allen vier Wegen eint die Feststellung, dass zu hohe Bordsteinkanten abgesenkt und somit barrierefrei gemacht werden müssten, Rastmöglichkeiten wie auch die Beleuchtung der Fuß- und Radwege nicht vorhanden, aber auch nicht ohne großen baulichen Aufwand umsetzbar sind. Vor diesem Hintergrund fragte Lothar Weigel (FDP) nach, ob denn angesichts dieser notwendigen Maßnahmen dann das Budget, das einst festgelegt wurde, dafür ausreicht. Das Thema »Beleuchtung« soll mit in die weitere Planung durch die Fachabteilung aufgenommen werden. Wie Spangenberg anregte, soll das Thema Überdachung auf der Bühne auf dem Georg-Heß-PLatz neben der Heimatstube auch Berücksichtigung finden, wie auch die Frage nach einer öffentlichen Toilette. Nicht nur am Heimatmuseum, sondern auch auf dem Ludwigsplatz, so Spangenberg.

Von den Teilnehmern angeregt wurde die Parkanlage am Seniorenzentrum in Linden an ausgewählten Stellen zu überdachen sowie zu beleuchten, eine Benutzungsordnung für die Parkanlage zu erlassen. Grundstückseigentümer sollen nach Einrichtung des Spazierweges angeschrieben werden, um darauf hinzuweisen, dass in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragende Sträucher und Hecken zurückzuschneiden sind.

Wie Lenz anregte, sollen die vier Wege jeweils mit einem Namen versehen werden, ob nun nach Tieren, Bäumen oder Blumen, dazu sollten Vorschläge aus der Bevölkerung kommen.

Beanstandet von den Spaziergangsteilnehmern wurde der verrostete Poller am Rosenweg. Dieser soll ersetzt werden und dies in die weitere Planung einfließen.

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