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Großen-Lindener Ludwigsplatz erhält neues Gesicht

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Einstimmig erfolgten alle Beschlüsse in der Lindener Stadtverordnetensitzung. Dazu gehörten unter anderem die Pump-Track und der Spielplatz »Nördlich Breiter Weg«.

Linden (twi). Einstimmig erfolgten alle Beschlüsse in der Lindener Stadtverordnetensitzung in der Stadthalle. Nur wenige Besucher verfolgten auf der Tribüne die Sitzung, die nach einer Gedenkminute für Helmut Acker (wir berichteten) einen recht zügigen Verlauf nahm. Stadtverordnetenvorsteher Fabian Wedemann (CDU) drückte aufs Tempo, zumal die anstehenden Entscheidungen bereits im Vorfeld hinreichend diskutiert wurden.

Zehn Luftfilter oder Luftreinigungsanlagen soll der Magistrat für jene Räume in Kindergärten anmieten, die über keine eingebaute Luftfilteranlage verfügen. Nach einer Probephase soll der Magistrat dann über die Erfahrungen berichten und darüber entschieden werden, ob die Geräte fest angeschafft werden sollen. Für die Anmietung wurden 10 000 Euro und für einen Kauf weitere 40 000 Euro bereitgestellt.

Geändert wird die Satzung über die Betreuung von Kindern in den Kindertagesstätten auf Wunsch von Bündnis90/Die Grünen dahingehend, dass anstelle eines schriftlichen Verfahrens auch ein elektronisch online-gestütztes Verfahren genutzt werden kann, wenn ein solches zur Verfügung steht.

Auch die Einrichtung eines Pump-Track-Spielplatzes wurde einstimmig beschieden, wobei SPD-Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang dafür plädierte, zuerst einen Standort festzulegen, denn mit einem solchen stehe und falle dieses Projekt.

Wunsch-Projekte

Ein städtebaulicher Vertrag ist zur Änderung des Bebauungsplanes »Gewerbegebiet Großen-Lindener Straße (Am Pfad)« in Leihgestern erforderlich. Hier beabsichtigt eine GbR auf dem ehemaligen Gelände eines Steinmetzes einen Neubau, der ein Wohn- und Geschäftshaus für Büronutzungen einer Kanzlei im Erdgeschoss sowie Wohnungen in den oberen Geschossen vorsieht. Manfred Leun (FW) hatte nachgefragt, ob der GbR-Vertrag des Investors der Stadt vorgelegt wurde. Dies und weitere Fragen sollen nach den Worten Königs nochmals detailliert im Haupt- und Finanzausschuss erörtert werden. Mit der Abfassung des Vertrags, dessen Kosten der Investor trägt, wurde ein Fachanwalt für Verwaltungsrecht beauftragt.

Zwei Bürger-Wunschprojekte wurden ebenfalls auf den Weg gebracht, die Neugestaltung des Ludwigsplatzes in Großen-Linden und ein Spielplatz für das Neubaugebiet »Nördlich Breiter Weg«. Und hier gibt es bei den fünf unterbreiteten Vorschlägen bereits einen Favoriten, während zum Ludwigsplatz drei Varianten vorgeschlagen wurden. »Wir benötigen ein anderes Format. Wir sollten erst einmal die befragen, die es betrifft«, regte Dirk Hansmann (SPD) zum Ludwigsplatzvorhaben an. Allerdings erfolgte diese Bürgerbefragung bereits und die Wünsche sind auch in die drei Varianten vom Planer eingearbeitet worden. Hier sei es grundsätzlich möglich, dieses als Ankerprojekt für Linden 2036 einzubinden, weil diese Maßnahme das klassische Beispiel einer Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung darstellt. Die Kosten für die drei Varianten belaufen sich zwischen brutto 450 000 Euro bis brutto 540 000 Euro, jeweils einschließlich Nebenkosten. Optional sei eine Wasserspielanlage mit acht Bodensprudlern, Trinkbrunnen und einer neuen Anbindung ans Trinkwassernetz für 360 0000 Euro brutto einschließlich Nebenkosten und Pavillon/Kiosk (Hochbau) für 60 000 Euro. Ein Spielplatz für das Baugebiet »Nördlich Breiter Weg« soll bei den Kleingärten zwischen den Straßen Breiter Weg und Im Niederfeld auf einer noch zu erwerbenden Fläche von 1496 Quadratmetern errichtet werden. Den Parlamentariern hatte Bau-Fachbereichsleiter Jürgen Würz dazu mitgeteilt, dass sich der Kaufpreis auf 94 248 Euro zuzüglich Nebenkosten belaufe und die beiden Eigentümer ihr Einvernehmen zu Verkauf und Preis bekundet haben. »Geringe Entfernung zum vorhandenen Neubaugebiet, aber auch zum zukünftigen 2. Bauabschnitt. Der Standort ist verkehrstechnisch gesehen sehr ruhig, da die wegemäßige (Kfz-)Verbindung von der Straße Am Festplatz ins Neubaugebiet durch Schranken gesperrt ist«, hatte Würz als Vorteil genannt. Allerdings müsse ein Bauleitverfahren durchgeführt werden. »Es wäre die Chance, den Vorschlag auf den Weg bringen«, warb Ulrich Weiß (FDP) für eine schnelle Umsetzung des Antrags seiner Fraktion, nachdem zunächst vorgeschlagen wurde, dies im Ausschuss zu behandeln.

Gehweg verbreitern

»Wir brauchen keinen speziellen Beschluss, denn die Mittel sind im Haushalt eingestellt. Lob an den Magistrat für den hervorragenden Vorschlag und ran, damit die Kinder ihren Spielplatz bekommen«, so CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Altenheimer. Bürgermeister Jörg König wies jedoch darauf hin, dass ein Bebauungsplan »für dieses Fleckchen auf den Weg gebracht werden muss« und Grünen-Fraktionsvorsitzender Dr. Christof Schütz räumte ein: »Spätestens beim Bauleitverfahren müssten wir uns dann noch einmal damit befassen.« Von »einem überraschenden, sehr zu begrüßenden Ergebnis« sprach Wedemann beim nun vorliegenden Ergebnis eines von der SPD im August gestellten Prüfantrags, mittels baulicher Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Frankfurter Straße, Höhe der Kindertagesstätte »Die Mäuschen« in Großen-Linden beizutragen. Wie Hessen Mobil der Stadt mitteilte, obliege es der Stadt als zuständigem Baulastträger für Gehweganlagen innerorts, die erforderlichen Planungs- und Bauarbeiten zu veranlassen. Seitens Hessen Mobil gebe es keine grundsätzlichen Bedenken gegen eine Gehwegverbreiterung in diesem Streckenabschnitt. Weil sich in unmittelbarer Nähe der »Mäuschen« zwei Bushaltestellen, die noch nicht barrierefrei ausgebaut sind, bestehen, empfiehlt Hessen Mobil, diesen Streckenabschnitt, welcher die Gehwegverbreiterung und den Ausbau der Bushaltestelle beinhaltet, durch die Stadt zu überplanen.

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