1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Linden

Großes Interesse an Fest für Ukrainer

Erstellt:

gikrei_wwBegruessungsfes_4c
Ein Begrüßungsfest für Ukraineflüchtlinge fand im evangelischen Gemeindehaus Leihgestern statt. © Wißner

Drei Organisatorinnen aus dem Breiten Weg in Linden begrüßten Schutzsuchende aus der Ukraine bei Kaffee und Kuchen.

Linden (twi). »Wir möchten die aus der Ukraine geflüchteten Frauen und Kinder unterstützen.« Dazu hatten Organisatorinnen aus dem Breiten Weg in Linden ein Begrüßungsfest für diejenigen Schutzsuchenden organisiert, die in Linden derzeit residieren. Kaffee und Kuchen wurden gereicht.

Gleich in drei Sprachen Deutsch, Russisch und Ukrainisch hatten Anne Tunis, Cosima Werdecker und Olga Bela Amirova mit Unterstützung von Dr. Heinz-Lothar Worm am Samstagnachmittag zum Fest eingeladen.

Witterungsbedingt konnte es nicht wie zunächst geplant auf dem Georg-Heß-Platz vor dem Hüttenberger Heimatmuseum stattfinden, sodass die Veranstaltung in den Saal des evangelischen Gemeindehaus »um die Ecke« verlegt werdn musste. Und hier reichten die 50 bereitgestellten Stühle nicht aus. Es mussten weitere Tische und Stühle bereitgestellt werden, bis Bürgermeister Jörg König die rund 70 Gäste begrüßen konnte. Dabei galt der besondere Dank des Stadtoberhaupts den Ehrenamtlern und Organisatorinnen, die diese Fest so kurzfristig auf die Beine gestellt hatten. »Wir werden alles dafür tun, dass Sie sich hier wohlfühlen«, versicherte er den Flüchtlingen aus der Ukraine. Mit den Worten »Selig sind die Frieden stiften« begrüßte Pfarrer und »Hausherr« Edwin Tonn die Gäste und dankte allen, die ihre Zeit eingesetzt hatten, damit die Hilfe ankommt. Um in Frieden leben zu können, dazu gehöre auch, dass »wir uns um die kümmern, die nicht in Frieden leben können. Alle die zu uns gekommen, weil sie ihre Heimat wegen des Krieges verlassen mussten, dass sie hier zur Ruhe kommen können und die Ereignisse verarbeiten. Alle haben wir die Hoffnung, dass der Krieg bald vorbei ist, auch wir als Kirchengemeinde werden versuchen zu helfen und zu unterstützen. Frieden ist nicht nur eine innere Einstellung, sondern diesen sollten wir auch nach außen tragen, um Frieden zu stiften«, sagte Tonn. Schüler hatten Friedensbuttons gestaltet. Tonn wünschte sich, dass die Anstecker getragen werden, um die Verbundenheit mit denjenigen zu zeigen, die nicht in Frieden leben können.

Fast zwei Dutzend Kuchen und Torten waren gespendet worden. Wie Anne Tunis versicherte, ging es für sie in erster Linie darum, über die Kleiderkammer und die Spenden von Hygieneartikeln hinaus die ukrainischen Flüchtlinge zu unterstützen. »Und daraus ist nun dieser Nachmittag geworden«, so Tunis, die zudem eine gelb-blaue Blumendekoration auf den Tischen arrangierte. Die große Teilnehmerzahl unterstrich, wie wichtig die Gelegenheit war, bei Kaffee und Kuchen zu plaudern.

Für den Kuchen wurde um eine Spende gebeten, die Kindern aus der Ukraine in Linden zugutekommen soll. Die Kirchengemeinde Leihgestern plant für den 22. Mai eine weitere Hilfsaktion zur Unterstützung der Geflüchteten.

Auch interessant