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Kita-Zufahrt in Leihgestern gesperrt

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Bürgermeister Jörg König hat das ausstehende Geld für die Tagespflegemütter und Vereine angewiesen. Die Zufahrt zu den Kindergärten in Leihgestern wurde mit einer Schranke versehen..

Linden (twi). Eine Haselmaus sorgte in der Lindener Stadtverordnetensitzung für Nachfragen und verwunderte Gesichter. Zum Bebauungsplan »Am Bahnhof Großen-Linden/Sudetenstraße« hatte Frank Hille (CDU) nach dem aktuellen Stand der Dinge nachgefragt, nachdem seit über einem Jahr hierzu keine Informationen erfolgten (wir berichteten). »Derzeit erstellt ein vom Projektentwickler beauftragtes Büro ein Ausgleichskonzept für den Haselmausbestand«, hatte dazu Bürgermeister Jörg König mitgeteilt und auf Nachfrage nun erklärt, dass eine Haselmaus in einem Vogelhäuschen aufgefunden wurde, wo diese überwinterte. »Dieser Bestand kann und wird umgesiedelt und kommt dann oberhalb der Grube Steinmüller«, so König, während Karin von der Decken (Grüne) und auch Gudrun Lang (SPD) das erstellte Gutachten in Frage stellten, in welchem kein Haselmausbestand aufgeführt wurde. Dieser wurde nun bei der Offenlegung festgestellt und laut König bereits mit der Naturschutzbehörde abgestimmt. Wann das von der Stadt angeschaffte und mittlerweile auch an diese ausgelieferte Lastenfahrrad den Bürgern zur Ausleihe angeboten wird vermochte König auf Anfrage von Barbara Ibe (Grüne) noch nicht zu sagen. Warum immer noch nicht das Geld an die Tagespflegemütter wie auch Vereine gezahlt wurde wollte Matthias Spangenberg (SPD) wissen, obwohl König bereits vor einem Monat diese Zahlung gegenüber dem Anzeiger avisiert hatte (wir berichteten).

Schranke errichtet

Das Stadtoberhaupt verwies auf die Problemlage einer erkrankten Mitarbeiterin. »Die Mitarbeiterin konnte es nicht machen, da mussten andere Wege gefunden werden die wurden gefunden. Dann habe ich das selbst gemacht. Das Geld wurde von mir in der letzten Woche angewiesen.« Eingezäunt wurde nicht nur das »Löwenzahnstadion«, sondern auch die Zufahrt zu den Kindergärten Regenbogenland und Kinder(t)räume mit einer Schranke versehen. Eine Zufahrt ist nur noch zum Be- und Entladen gestattet. Autos und Motorrädern ist eine Durchfahrt untersagt.

Bereits im November hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der FDP einstimmig sich für diese nun erfolgte Zwischenlösung entschieden. Diese gilt bis zur Vorlage eines Verkehrskonzeptes für den Bereich »Kindergarten Pauluswiese/Wiesengrundschule/ mit Anbindung des Neubaugebietes Nördlich Breiter Weg«. Durch die nun erfolgte Absperrung des Zufahrtsbereichs zum »Löwenzahnstadion« und dem Fuß-/Radweg soll zur Sicherheit der Kinder diese mobile Absperrung der Rasengrenze zu dem vorhandenen befestigten Parkplatzbereich bis zum Eingangsbereich Wiesengrundschule gelten.

Die Zufahrt zu den beiden Kindergärten wurde mit einem Schrankenbaum und Beschilderung: »Gesperrt für Pkw, Motorräder/ -roller, Zufahrt nur für Anlieferung« versehen. Alle Fahrzeuge der Bediensteten dürfen ausschließlich auf dem befestigten Parkplatz geparkt werden. Noch nicht umgesetzt wurde der mit diesem Antrag ebenfalls beschlossene »Rundverkehr«: Der Zulieferungsverkehr (Autos) auf dem Festplatz wird in Form eines »Rundverkehrs« verkehrstechnisch organisiert, sodass Kreuzungsverkehr von ein- und ausfahrenden Autos verhindert wird und unübersichtliche Situationen vermieden werden. Doch diese Situation ist aus Sicht von Karla Sell (Grüne) unbefriedigend, stehe doch die Schranke die ganze Zeit über oben und habe so keine Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit der Kinder. »Wir können nicht mehr auf ein Verkehrsgutachten warten, es ist brandgefährlich, Wir brauchen eine kurzfristige Lösung«, bot sie König ein Gespräch an, der dieses gerne annahm und sich die Angelegenheit bei einem gemeinsamen Ortstermin einmal ansehen will. Zuvor hatte König angekündigt, dass nun das mit dem in der Dezembersitzung 2017 beschlossenen Verkehrskonzept für den Bereich Wiesengrundschule und den beiden Kindergärten mit Anbindung des Neubaugebietes Nördlich Breiter Weg ein Planungsbüro zur Erstellung eines Stufenplans in Linden 2036 beauftragt wurde und dieser Stufenplan in den nächsten Sitzungen beraten werden soll. Ebenfalls wurde die Planungsvergabe zur Sanierung der Lindenstraße in Großen-Linden vergeben, gehe der Ausbau des schnellen Internets voran. Hier sei aktuell die Telekom im Lückebachtal tätig und noch in diesem Jahr werde die Breitband Gießen die Schulen anbinden und ab 2023 dann die »weißen Flecken in der Stadt« abarbeiten. Zudem ging König auf die am 22. März anstehende Parlaments-Sondersitzung mit Verabschiedung des Doppelhaushalts samt Stellenplan ein, der eigentlich in dieser Sitzung schon verabschiedet werden sollte. Allerdings hätten die umfangreichen Anträge zum Stellenplan tiefgreifende Veränderungen mit sich gebracht und die Umstellung eine erhebliche Mehrarbeit erfordert. Zur Verbesserung des ÖPNV habe der VGO-Vertreter darum gebeten Vorschläge zu machen, weil dieser auch nicht an der Ausschusssitzung in der nächsten Woche teilnehmen könne.

Hilfsaufruf

Die Stadt werde einen Aufruf zur Hilfe von Menschen aus der Ukraine starten und auch die Kleiderstube »Wäscheklammer« unterstützt die aktuelle Spendenaktion der Hilfsorganisation GAiN aus Gießen und stellt Hygienepakete zusammen. Hier können zu den Öffnungszeiten (Dienstag, 15 bis 16.30 Uhr, Mittwoch, 17.30 bis 19 Uhr und Freitag 16.30 Uhr bis 18 Uhr) unbenutzte und original verpackte Artikel abgegeben werden. Auf einer Plattform können freie Zimmer für geflüchtete Menschen aus der Ukraine zur Verfügung gestellt und gemeldet werden: https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/

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