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Lindener Jugendpflegerin in der Kritik

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Im Sommer wird es in Linden wieder zwei Wochen Ferienbetreuung geben. Das nötige Geld soll im Etat eingestellt werden.

Linden (ww). In die Kritik geriet Jugendpflegerin Alexandra Agel im Finanzausschuss. Sie hatte im ersten Corona-Jahr ihre Arbeit aufgenommen und nur schwerlich Kontakte knüpfen können. Vor allem die Sozialdemokraten und die Grünen hofften jetzt, dass es nach den ins Auge gefassten Pandemie-Lockerungen wieder eine zweite Woche an Ferienbetreuung im Sommer geben könne. Das hatte die hierfür zuständige Jugendpflegerin, die im Ausschuss nicht anwesend war, verneint. Lediglich eine Woche ist gesetzt. Die Sozialdemokraten beantragten jetzt, für eine zweite Woche Gelder in den Etat einzustellen. Der Antrag wurde einstimmig empfohlen. Lang fand zuvor Agels Absage nicht akzeptabel: »Man kann was machen, sportliche Aktivitäten und ehrenamtliche Helfer gibt es in Linden genug.«

Auch Thomas Altenheimer (CDU) meinte, dass ihre Aussagen dazu, »etwas sehr von Vorsicht geprägt« seien. Es müsse jetzt ein Zeichen gesetzt werden, dass man das normale Leben wieder anstrebe. König nahm die nicht Anwesende in Schutz: »Sie macht das, was möglich ist und leistet hervorragende Arbeit.« Es gebe schon ein Betreuungsangebot im Funpark. »Sie ist sehr, sehr engagiert«, betonte König, und das bestätigte auch die Jugendbeauftragte der Stadt, Franziska Schaffer (FW). Ganz aktuell ruft Agel Jugendliche auf, an zwei Workshops zur Jugendbeteiligung im März teilzunehmen. Es geht unter anderem um den geplanten Pump-Track in Linden.

Christof Schütz (Grüne) wunderte sich allerdings: »Sie ist fast zwei Jahre hier und hat noch nicht genügend Begegnungen mit Jugendlichen gehabt.« Immerhin sei ja auch eine Kooperation mit der Pohlheimer Jugendpflege für die zweiwöchige Betreuung vorgesehen. »Eins ist klar, telefonieren und Kontakte knüpfen kann man auch online.« Man hätte Pläne in der Schublade haben müssen. Lothar Weigel (FDP) unterstrich das. Er habe jedes Jahr als Betreuer bei den Ferienspielen mitgewirkt. Es gebe genügend Ansprechpartner, meinte auch Burkhard Nöh (CDU).

Die Jugendbeauftragte wiederum sprach von einer »absolut engagierten Jugendpflegerin. An der Ferienbetreuung müsse man in jedem Fall 2023 festhalten. Matthias Spangenberg (SPD) schlug vor, eine kleine Arbeitsgruppe zu bilden, die Ideen dann nicht nur für den Sommer, sondern auch für die verkürzten Herbstferien entwickeln könnte.

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