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Lindener SPD lehnt neuen Zuschnitt ab

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Die Lindener SPD kritisiert, dass der Zuschnitt des nächsten Abschnitts des Baugebiets »Nördlich Breiter Weg« im Entwurf des Regionalplans verändert wurde. Archivfoto: Wißner © Thomas Wißner

Die Lindener SPD lehnt den Entwurf des Regionalplans wegen des veränderten Zuschnitts des Baugebiets »Nördlich Breiter Weg« ab.

Linden (red). Wegen des veränderten Zuschnitts des Baugebiets »Nördlich Breiter Weg« lehnt die Lindener SPD den Entwurf des Regionalplans ab. Dies ist ein Ergebnis der Klausurtagung.

Während das Baugebiet im aktuell geltenden Regionalplan im Anschluss an den bereits bebauten ersten Abschnitt breiter werdend trichterförmig bis zum Viadukt unter der Bahnlinie verläuft, so sieht der neue Regionalplan vor, dass das Gebiet im Anschluss an den ersten Bauabschnitt deutlich breiter wird und fast rechteckig zur Bahnlinie verläuft. Das Baugebiet endet im Entwurf etwa 100 Meter südlich vor dem Viadukt. »Dieser neu geplante Zuschnitt gefährdet die Entwicklung einer von uns seit Jahrzehnten geforderten Entlastungsstraße von der Gießener Straße durch das Viadukt, um die alten Ortskerne von Großen-Linden und Leihgestern von Durchgangsverkehr aus Pohlheim und Gießen ins Gewerbegebiet Lückebachtal und zur Autobahn zu entlasten«, erklärte Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang in einer Pressemitteilung.

Die SPD werde sich für die Beibehaltung des alten Zuschnitts des Baugebiets im Regionalplan und damit im Flächennutzungsplan einsetzen. Man bemühe sich gerade, zu erfahren, warum das Baugebiet »Nördlich Breiter Weg« im Entwurf des Regionalplans verändert wurde.

Im Mittelpunkt der Klausurtagung stand der Etat der Stadt, der erstmals als Produkt- und als Doppelhaushalt für die Jahre 2022 und 2023 vorgelegt wurde. Mit Spannung blickt die SPD-Fraktion auf den Stellenplan, denn dieser sieht vor, dass 14 weitere Stellen in der Verwaltung geschaffen werden sollen. »Von der Notwendigkeit, für zusätzliche kommunale Aufgaben auch zusätzliches Personal einzustellen, sind wir überzeugt, aber die finanziellen Möglichkeiten der Stadt müssen das auch zulassen«, erklärte Lang. Man freue sich auf kontroverse Diskussionen und sei sicher, dass ein für Linden guter Weg gefunden werde.

Ein weiteres Thema der Klausur war die Entwicklung der Stadt in den nächsten Jahren. Die SPD ist überzeugt, dass weiterer Wohnraum geschaffen werden muss. Dringend benötigt werden gemäß aller Prognosen Wohnungen für Familien mit Kindern. »Drei-, Vier- und Fünfzimmerwohnungen werden in Linden nachgefragt und der Bedarf kann nicht gedeckt werden. Stattdessen schickt sich die Stadt an, einem privaten Investor die Schaffung von mehr als 100 kleineren Wohneinheiten als reines Renditeobjekt zu genehmigen und dafür ein wertvolles innerstädtisches Biotop unter Beton zu begraben. Das ist absurd«, kritisierte Lang abschließend.

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