1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Linden

Ludwigsplatz geht leer aus

Erstellt:

gikrei2908Ludwigspark1_2_4c
Wie es mit dem Großen-Lindener Ludwigsplatz weitergeht, ist noch offen. Foto: Wißner © Wißner

Die Stadt Linden hatte mit ihrem Antrag auf stattliche Fördermittel für die Umgestaltung des Ludwigsplatzes in Großen-Linden keinen Erfolg.

Linden (twi). Keinen Erfolg hatte die Stadt mit ihrem Antrag auf stattliche Fördermittel für die Umgestaltung des Ludwigsplatzes in Großen-Linden. Im März waren die Pläne im Bauausschuss erörtert und als noch nicht »reif« für eine Beschlussempfehlung befunden worden. Die Bürger sollten nochmals befragt werden und auch die Mittelbewilligung des Förderantrags beim Landesprogramm »Zukunft lnnenstadt« abgewartet werden. Dieser liegt nun vor und die Stadt ging bei dieser zweiten Ausschreibungsrunde leer aus.

Dr. Michael Bruder vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen teilte in einem Schreiben an die Stadt mit, dass sich insgesamt 97 Kommunen am Ausschreibungsverfahren mit vielen guten Projektideen beteiligt hätten. »Das Auswahlgremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bündnis für die !nnenstadt, hatte die Aufgabe eine Auswahl zu treffen. Nach sorgfältiger Prüfung anhand von festgelegten Kriterien konnte Ihr Antrag nicht für eine Förderung ausgewählt werden.«

Die Lindener CDU befasst sich bereits seit fünf Jahren mit einer Neugestaltung und hatte auch bereits mehrfach anlässlich ihrer Bürgerinformationsveranstaltungen zu Ortsterminen eingeladen. Zuletzt vor zwei Jahren. Seitens der Stadt wurden nach dem Antrag der CDU Angebote für drei Varianten eingeholt. Die Kosteneinschätzungen eines Biebertaler Landschaftsarchitektenunternehmens beliefen sich auf 450 000 Euro sowie 460 000 Euro für die beiden ersten Varianten, wobei für eine Umsetzung der teuerste Vorschlag - Variante 3 - favorisiert wurde (der Anzeiger berichtete). Mit brutto 540 000 Euro einschließlich Nebenkosten wurde diese veranschlagt, wobei zusätzliche Kosten anfallen, wenn eine Wasserspielanlage mit acht Bodensprudlern, Trinkbrunnen und neuer Anbindung ans Trinkwassernetz für 360 0000 Euro brutto einschließlich Nebenkosten sowie 60 000 Euro für einen Pavillon/Kiosk umgesetzt würden. Insgesamt also 960 000 Euro. Dirk Hansmann (SPD) und Grünen-Fraktionsvorsitzender Dr. Christof Schütz hatten bereits die Frage aufgeworfen, weshalb ein Bouleplatz vorgesehen sei, wo sich doch in 200 Metern Entfernung der Bouleclub befinde. SPD-Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang hatte allein schon aufgrund der hohen Kosten abgewunken: »Wir sind noch nicht so weit, dies zu entscheiden.« Und auch bei einer Befragung der Anlieger lautete der Tenor eher »lasst es, wie es ist«. Da es keinerlei Fördergelder für das Vorhaben gibt und sich dieses weiterhin im Geschäftsgang befindet, wird dies nun in einer der nächsten Bauausschusssitzungen nochmal neu erörtert.

Auch interessant