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Neun neue Wohnungen

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Bereits seit 20 Jahren ist die einst unten rechts beheimatete Post aus dem Haus der Baugenossenschaft Gießen in der Burgstraße in Großen-Linden ausgezogen. Nun sollen hier im Zuge der energetischen Sanierung sechs weitere Wohnungen geschaffen werden. Foto: Wißner © Wißner

Die Baugenossenschaft 1894 Gießen will in Großen-Linden neun zusätzliche Wohnungen im nächsten Jahr schaffen.

Linden (twi). Während aktuell noch das Riesen-Bauprojekt »Am Bahnhof« in Großen-Linden in der Sudetenstraße erörtert wird, um dem Bedarf nach zusätzlichem und auch sozial verträglichem Wohnraum Rechnung zu tragen, will im kommenden Jahr die Baugenossenschaft 1894 Gießen bereits Nägel mit Köpfen in Großen-Linden machen. Neun zusätzliche Wohnungen sollen geschaffen werden.

Vorstandsvorsitzender Michael Schulte stellte die beiden rund vier Millionen Euro teuren energetischen Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen in der Mitgliederversammlung vor. Sowohl in der Otto-Schulte-Straße als auch in der Burgstraße sollen die beiden Gebäude energetisch modernisiert und neue Wohnungen entstehen.

In der Otto-Schulte-Straße sind es drei und in der ehemaligen »Alten Post« im Ort in der Burgstraße sogar sechs zusätzliche Wohnungen. Bis zum Dezember 2002 betrieb die Deutsche Post in der Burgstraße eine Filiale, die im Zuge der Privatisierung und Umstellung auf Postagenturen dann geschlossen wurde. Zudem war hier auch über viele Jahre nach der Errichtung 1958 ein Lebensmittelgeschäft »Konsum« beheimatet.

Nach einem Umbau finden sich hier aktuell acht Wohnungen. Sollte die Maßnahme wie geplant durchgeführt werden, schafft die Baugenossenschaft im Erdgeschoss vier Wohnungen und im Dachgeschoss zwei weitere, insgesamt 14 Wohnungen.

Im 1959 errichteten Objekt der Baugenossenschaft in der Otto-Schulte-Straße gibt es aktuell 15 Wohnungen, welche sich auf drei Eingänge verteilen. Sollten die Pläne hier umgesetzt werden entstehen drei neue Wohnungen im »neuen aufgestockten Dachgeschoss«, sodass es hier schlussendlich 18 Wohnungen wären. Darüber hinaus soll hier durch ein spezielles Vorgehensweise alle Wohnungen vom Keller bis zum ausgebauten Dachgeschoss barrierefrei erreichbar sein, ohne dass die Mieter auch nur eine Treppe laufen müssen.

Energetisches Ziel der beiden Sanierungen und Erweiterungen ist der KfW 50 Standard. Bleibt die große Frage mit welchen Kosten die Mieter und Neumieter nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten zu rechnen haben? Wie Schulte dazu erläuterte, gehört die Baugenossenschaft einem Verbund von sozial orientierten Wohnungsunternehmen an, welche sich bewusst einem ökologisch sozialen Kodex unterworfen haben, welcher nicht nur der Unternehmenskultur entspreche, sondern den Mietern Verlässlichkeit geben soll. Vor diesem Hintergrund ist eine Mieterhöhung nach Modernisierung grundsätzlich auf maximal zwei Euro pro Quadratmeter bis zu einer bestimmten Obergrenze festgelegt.

Massive Energieeinsparung

»Hiergegen rechnet sich selbstverständlich die massive Energieeinsparung, die die Erhöhungen signifikant abfedert. Betrachtet man die Durchschnittsmiete aller 1212 von der Baugenossenschaft vermieteten Wohnungen mit einem Durchschnittspreis von 5,74 Euro pro Quadratmeter Stand 2021, so würde dies in den beiden genannten Objekten einer Miete von 7,74 Euro pro Quadratmeter entsprechen - für ein komplett energetisch modernisiertes Haus!«.

Auch wenn so eine spätere Miete damit noch nicht feststeht, ebenso wie auch die tatsächlichen Baukosten, ist sich Schulte für die Maßnahmen in Großen-Linden sicher, »dass wir unsere aktuelle Obergrenze von zehn Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten werden«.

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