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Olympiade mit sechs Stationen

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Als Olympiade war die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Leihgestern/Langgöns/Hüttenberg ausgelegt. Foto: Wißner © Wißner

Die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Leihgestern, Lang-Göns und Hüttenberg absolvierten eine etwas andere gemeinsame Übung. Sie nahmen erstmals an einer Olympiade teil.

Linden/Langgöns/Hüttenberg (twi). Seit fast vier Jahrzehnten führen die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Leihgestern und Lang-Göns alljährlich eine gemeinsame Übung durch.

Seit fast zwei Jahrzehnten ist auch die Hüttenberger Wehr mit dabei und so wird landkreisübergreifend gemeinsam abwechselnd in einer anderen Kommune geprobt. Aufgrund von Corona musste die gemeinsame Übungstradition jedoch ruhen und wurde nun mit einer Gemeinschaftsübung in Leihgestern fortgeführt.

Allerdings wurde dabei von der seitherigen Praxis eines Löscheinsatzes Abstand genommen und erstmals eine Feuerwehr-Olympiade mit sechs Stationen durchgeführt. Dabei wurden für die Einsatzfahrzeuge bereits gemischte Teams mit Einsatzkräften aus allen Wehren gebildet.

Leihgesterns stellvertretender Wehrführer Lorenz Wurm hatte gemeinsam mit Wehrführer Patrick Süßmith mit Helfern aus Ehren- und Altersabteilung und der Jugendfeuerwehr die sechs Übungsstationen umfassende Übung »einmal anders« ausgearbeitet. Und tatsächlich gab es so etwas noch nie in der langen Zeit der gemeinsamen Zusammenarbeit, wie sich bei der abschließenden Feier und Siegerehrung im Feuerwehrgerätehaus Leihgestern ältere Teilnehmer erinnerten. An allen sechs Stationen waren feuerwehrtechnisches Wissen und Teambildung gefragt.

60 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen aus den drei Wehren nahmen an der sich über zwei Stunden erstreckenden Olympiade teil, wobei sich die sechs Stationen über den gesamten Lindener Stadtteil verteilten. Los ging es auf dem Parkplatz vor der Volkshalle, wo mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte ein rohes Ei aufgenommen und über eine Strecke von zehn Metern transportiert werden musste, ohne dass es dabei Schaden nahm. Am Historischen Wasserhaus musste aus Feuerwehrarma- turen eine Figur gebaut werden, die mindestens zehn Sekunden ohne Hilfe stehen blieb.

Darüber hinaus galt es, von einem Stück Holz ohne zusätzliche Hilfsmittel 112 Zentimeter abzusägen. Am Schützenhaus musste aus einem Wasserfass - Hilfsmittel waren erlaubt - eine Feuerwehrspritze herausbefördert werden und dann noch ein Feuerwehrfahrzeug so geschoben werden, dass es genau 1,2 Meter vor einem Container zum Stillstand kam. Zudem wurde gefordert, einen Tischtennisball durch einen 15 Meter langen C-Schlauch mit Lungenkraft zu blasen. Bei der anschließenden Olympiakritik im Feuerwehrgerätehaus zeigten sich alle Teilnehmer durchweg begeistert und lobten die Entscheidung, dass die erste Gemeinschaftsübung seit 2019 nicht als klassische Feuerwehrübung, sondern in einer neuen Wettbewerbsform durchgeführt wurde.

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