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Outdoorbegeisterte kommen in Linden voll auf ihre Kosten

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Von: Thomas Wißner

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Auch der Wechsel eines 130-Kilo-Reifens wurde demonstriert. Foto: Wißner © Wißner

Lichtbilder-Vorträge nahmen die Besucher mit auf die Reise in ferne Länder und die Wagenburg von Pick-up, über Expeditionsfahrzeug, Defender bis hin zum Kastenwagen faszinierte.

Linden (twi). »Outdoor« war der Titel einer Veranstaltungspremiere mit der die Evangelische Christusgemeinde - Stadtmission Linden ein Wochenende für Outdoorbegeisterte unter dem Motto »Heimat bei Gott, mit Menschen unterwegs« vor und in der Stadtmission veranstaltete. In Vorträgen nahmen Gemeindeleiter Michael Schmidt und Stephan Lang interessierte Zuhörer in Lichtbilder-Vorträgen mit auf eine Reise nach Island und nach Spitzbergen. Hatten Michael und Heike Schmidt Island mit einem Expeditionsmobil erkundet, so war Lang mit seinem Bruder gar bis Spitzbergen auf vier Rädern unterwegs.

Auf dem Hof der Stadtmission waren fünf Fahrzeuge, vom Pick-up, Expeditionsfahrzeug über Defender bis hin zum Kastenwagen in Form einer Wagenburg abgestellt. Und diese Fahrzeuge konnten von interessierten Besuchern auch besucht und ein Blick in die Innenausstattung geworfen werden. Dabei machte Petrus jedoch mit starken Regenfällen nicht nur einem besseren Besuch einen Strich durch die Planungen, sondern auch die ein oder andere Markise vor dem Fahrzeug hielt den Wassermassen nicht stand. Doch dies waren Umstände, die den Initiatoren der Outdoor-Veranstaltung von ihren Reisen her bestens vertraut sind. Mit welchen Unwägbarkeiten dabei umgegangen werden muss und was allein auf weiter Tour auch selbst gestemmt wird, ist etwa ein Reifenwechsel, der sich an einem Expeditionsmobil nicht als gerade einfach erweist, wie von Michael Schmidt bei einem Workshop demonstriert wurde. Erforderlich sind dabei für den Wechsel des rund 130 Kilogramm schweren Rades ein hydraulischer Wagenheber wie auch ein Unterstellblock und ein Keil gegen das Wegrollen. Aber auch beim Reserverad gilt es einiges zu beachten, wie etwa das Lösen der Befestigungsschrauben und das Anheben des nicht gerade leichten Rades mit einem Kettenzug. Zudem muss einem Absturz des Rades entgegengewirkt werden. Florian Graf zeigte vor Ort, wie ein Autoreifen geflickt werden kann, wenn eine Schraube oder Nagel im Reifen steckt. Zahlreiche Fragen gab es auch zu den ausgestellten Fahrzeugen. Während es sich etwa bei Christian und Manuela Schmidt um ein voll integriertes komfortables Wohnmobil handelt, ist das Expeditionsmobil von Michael Schmidt ein Oldtimer auf Lkw-Basis. Hier war es ein Iveco Magirus 90-16 AWD Turbo mit GFK Kabine Baujahr 1989. Weiterhin waren ein Pick-up von Lena Machold mit Absetzkabine und ein Land Rover Defender 110 300 TD I von Florian und Ann Graf sowie ein Minimalkastenwagen von Thomas und Heike Vasserot ausgestellt.

Als Lieblingsreiseziele wurden die Westalpen, Sardinien, Norwegen und Island genannt. Erläutert wurden auch die notwendige Campingausstattung sowie Tricks und Kniffe beim Umgang. Zu seinem Vortrag hatte etwa Stefan Lang auch Ausrüstungsgegenstände von seiner Spitzbergen-Tour mitgebracht. Eine solche Reise ohne eine Reiseapotheke zu bestreiten, sei auf keinen Fall zu empfehlen. Allgemeinmediziner Stefan Weber gab Tipps, was alles in eine Reiseapotheke oder ein Erste-Hilfe-Koffer hineingehört. Auch informierte er über die notwendigen Impfungen für Europa und den Balkan.

Mit einem Gemeinschaftsgottesdienst, den die Gruppe der Stadtmission musikalisch umrahmte, fand die dreitägige Outdoorveranstaltung bei einem gemeinsamen Mittagessen ihren Ausklang.

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