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»Petrus muss ein Lindener sein«

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Riesengroßer Andrang: Am Samstag gab es auf dem 34. Stadtfest Linden keine freien Plätze mehr. Foto: Wißner © Wißner

Bei Stadtfest in Linden blieb auf dem Großparkplatz am Rathaus kein Platz unbesetzt. Die Gäste feierten an allen drei Tagen ausgelassen die Auftritte der Bands.

Linden (twi). Drei Jahre lang hatten alle auf eine Fortsetzung warten müssen, musste doch 2019 die Tom Pfeiffer-Band ihre Fans sprichwörtlich im Regen stehen lassen, konnte den Wassermassen seinerzeit zur Eröffnung des Lindener Stadtfestes nicht standhalten und musste ihren Auftritt abbrechen. Das Versprechen von Tom Pfeiffer »das holen wir im nächsten Jahr nach«, konnte dann aufgrund von Corona nicht eingehalten werden.

Doch nun am Samstag wurde es endlich in fulminanter Form eingelöst, als der Großparkplatz zwischen Rathaus und Bauhof einen riesigen Besucherandrang erlebte.

Temperaturen von fast 30 Grad und Verspätungen beim Musikprogramm am Freitag und Samstag sorgten für einen langsamen Start des 34. Lindener Stadtfestes. »Drei Tage Stadtfest, drei Tage Sonnenschein - Petrus muss ein Lindener sein«, merkte ein Besucher schelmisch an, denn auf der anderen Seite hatte Petrus auch Wiedergutmachung zu leisten da er 2019 seine Schleusen etwas zu kräftig geöffnet hatte. »Es war sehr viel Arbeit, aber geil und am Sonntag zu heiß«, zog Stadtfestwirt Sascha Homfeld ein begeisterndes Fazit, dem sich auch sein Mitausrichter Philipp Arnold V. anschloss. Bereits zum dritten Mal lag die Verantwortung bei den beiden Stadtfest-Wirten. Und diese hatten diesmal einige Neuheiten zu bieten.

Änderungen

Neue Bestuhlung in dem von ihnen bereits 2018 erstmals eingerichteten Wein- und Biergarten samt Cocktailzelt auf der Westseite des Geländes, neue Musikakteure und ein Publikumsmagnet, lautete die Erfolgsformel 2022. Was jedoch 2019 aufgrund des Unwetters nicht so realisiert wurde, dies machte sich in diesem Jahr schmerzlich bemerkbar. Der traditionelle Fassbieranstich zur Eröffnung am Freitagabend fand zwar 2019 bereits am Sonntag zum Frühschoppenbeginn statt, doch waren viele damals noch der Auffassung, dass dieser halt vom Regen-Freitag nachgeholt wurde. Dem war jedoch nicht so, wollten die beiden Stadtfest-Wirte hier neue Akzente setzen - und in diesem Jahr gab es überhaupt keinen mehr. »Das braucht heute keiner mehr«, erklärte Arnold. Vor diesem Hintergrund gab es in diesem Jahr keine offizielle Eröffnung - und auch die Musik begann am Freitag mit 45- und am Samstag gar mit 60-minütiger Verspätung, was auch den ein oder anderen Besucher verstimmte.

Eine Ansage weshalb dies so war erfolgte zwar nicht, doch verriet Homfeld, dass die Soundchecks der Gruppen zuvor zu lange gedauert hatten. Überhaupt war es ein Novum am Freitag und Samstag gleich zwei Musikacts samt anschließendem DJ-Programm aufzubieten. Am Freitag machte die Marburger Band »Johnny no cash« den Auftakt, folgte die Coverpartyband »Hessentaler« und am Samstag war es die Gießener Liedermacherin Ann-Christine Bromm alias »Balu«, die vor der Tom Pfeiffer Band auftrat. Und diese lieferte das ab, was sie vor drei Jahren versprochen hatte. Tom Pfeiffer sorgte für eine tolle Stimmung mit seiner Band und für Begeisterung auf und vor der Bühne. Ob er jedoch sein diesmaliges Versprechen einlöst, bleibt abzuwarten, verkündete Pfeiffer mit Hinweis auf die Rolling Stones auch noch in 45 Jahren auf der Bühne zu stehen.

Unter dem Motto »An Tagen wie diesen« stand der ökumenische Stadtfestgottesdienst am Sonntag, den Gemeinschaftspastor Martin Grebe (Evangelische Christusgemeinde), Schwester Lucis Ferstl und Doris Ivens (katholische Christkönigpfarrei) und die beiden evangelischen Gemeindepfarrer Axel Zeiler-Held (Großen-Linden) und Angelika Maschke (Leihgestern) gemeinsam mit der fünfköpfigen Band der Christusgemeinde unter der Leitung von Daniel Schneider gestalteten.

Bevor abschließend das Frankenjäger Express-Quintett zum Frühschoppen aufspielte und die Hüpfburgenlandschaft für die Kinder aufgebaut wurde, nutzten Bürgermeister Jörg König und der Vorsitzende des Vereins zur Pflege der Städtepartnerschaften der Stadt Linden, Wolfgang Hoth, die Gelegenheit den Verein und seine Arbeit vorzustellen und 20 Jahre Städtepartnerschaft Linden mit Macheren/Frankreich zu feiern. Ein extra Bericht folgt.

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Die Coverpartyband »Hessentaler« sorgte am Freitagabend für Stimmung. Foto: Wißner © Wißner

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