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Spaßbahn für Jugendliche

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Solch eine Anlage wie in Oberriexingen könte in Linden entstehen. Sie hat laut Vertreiber Konrad Willar 85 000 Euro brutto gekostet. © pumptrack.de

Lindens CDU will eeine Pumptrack-Anlage für 80 000 Euro bauen lassen.

Linden (ww). Lindens CDU um Thomas Altenheimer möchte einen Ort schaffen, wo ältere Kinder und Teenager mit ihren Skatebords, Inline-Skatern und Rollern Spaß in der Stadt haben. Daher sollen 80 000 Euro für eine Pumptrack-Anlage im kommenden Doppelhaushalt vorgehalten werden. Der CDU-Stadtverordnete Christian Schmitt stellte das Vorhaben im Hauptausschuss vor.

Der Magistrat soll einen Platz finden und Informationen zu möglichen Fördermöglichkeiten einholen. Eine Empfehlung gab es mit den Stimmen von CDU und FW für das Vorhaben. Die anderen Fraktionen enthielten sich.

Die Sozialdemokratin Gudrun Lang hätte sich vorstellen können, einem Prüfantrag zuzustimmen, doch die CDU wollte Nägel mit Köpfen machen. Der Antrag wird mit dem Doppelhaushalt im Februar in der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung anstehen.

Ideen vorhanden

Der Anzeiger fragte Christian Schmidt (CDU) im Nachgang, ob es bereits angedachte Standorte im Stadtgebiet gäbe. Der christdemokratische Stadtverordnete wollte dem Magistrat aber nicht vorgreifen. Es gebe schon Ideen in dieser Hinsicht, doch ob an diesen Stellen ein solcher Pumptrack umsetzbar wäre, könne nur die Verwaltung beurteilen.

Bei einem Pumptrack handelt es sich um einen geschlossenen Rundkurs mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen, heißt es auf der Internetseite des Augsburger Vertreibers. Die Geschwindigkeit werde beim Fahren auf einem Pumptrack ausschließlich durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen aufgebaut. Mit ein wenig Übung könne solch ein Kurs ganz ohne Pedalumdrehung durchfahren werden.

Die Fahrtechnik, die aus einem gezielten Be- und Entlasten besteht, werde »Pumping« genannt und funktioniere auch mit vielen anderen Sportgeräten. So können eine derartige Bahn auch mit Skateboard, Longboard, Inlineskates oder Scooter befahren werden. Gerade Kleinkinder entwickelten koordinative Fähigkeiten bestens mit dem Laufrad beim Rollen auf dem Rundkurs.

Anmeldung digital

Die Grünen um Dr. Christof Schütz konnten sich im Ausschuss mit einem Antrag durchsetzen, die Kindergartensatzung fit für die digitale Zukunft zu machen. Bisher stand dort nur, dass Kinder schriftlich für die Betreuung anzumelden sind, zukünftig werden dort auch digitale Anmeldeverfahren verankert. Das wurde einstimmig der Stadtverordnetenversammlung zur Annahme empfohlen. Frank Hille (CDU) fasste zusammen, was alle Parlamentarier eint: »Wir wollen ein Anmeldeverfahren, das muss komfortabel sein. Man muss es von der Wohnstube aus machen können. Das ist Konsens.«

Und auch sein Parteikollege Thomas Altenheimer erklärte, dass nichts gegen eine Satzungsänderung spreche. Er hoffe, dass zudem alsbald der Engpass im Fachbereich im Rathaus ende. Es gibt dort einen längerfristigen Krankheitsfall.

Ein Softwaremodul für die Umsetzung digitaler Anmeldungen liegt für die städtische Homepage vor, konnte aber noch nicht eingebunden werden, hatte Fachbereichsleiter Florian Jochim kürzlich erklärt. König versprach: »Mitte des Jahres schaffen wir das.«

Zwischenfall

Am Anfang der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag kam es zu einem Vorfall, bei dem der Gremiumsvorsitzende Axel Globuschütz von seinem Hausrecht in der Stadthalle Gebrauch machte. Lediglich zwei Zuschauer gab es zu diesem Zeitpunkt, die mit Abstand auf der Tribüne saßen. Ein junger Zuschauer hatte seine Maske heruntergezogen. Globuschütz musste ihn mehrfach anweisen, die Maske wieder aufzuziehen. Das würden die Hygienevorschriften der Stadt für öffentliche Gremiumssitzungen vorsehen. Der junge Mann zeigte sich irritiert und wies mit der Hand auf die Runde an Kommunalpolitikern unten in der Stadthalle: »Warum müssen die keine Masken tragen?« Hier gab es Personen, die den Mund- und Naseschutz trugen, andere wiederum hatten ihre Maske abgelegt.

Globuschütz erklärte, dass im Hygienekonzept festgehalten sei, dass die Gremiumsmitglieder die Wahl hätten, wenn der Abstand eingehalten werde. Im benachbarten Pohlheim trägt, seitdem die Inzidenzen in nie gekannte Höhen schießen, jeder im Saal eine Maske, wenn debattiert wird, ob Kommunalpolitiker oder Zuschauer.

Der Anzeiger sprach im Nachhinein mit Stadtverordnetenvorsteher Fabian Wedemann (CDU) über den Zwischenfall. Er erklärte, dass man sich an Empfehlungen halte. Danach hätten die Stadtverordneten die freie Wahl, wenn sie genügend Abstand hielten. »Das kann in einer Woche schon ganz anders sein.«

Er wolle jedenfalls keine Sitzung ausfallen lassen, sondern denke vielmehr an die Einführung einer 2G-Regel (genesen und geimpft) für alle Sitzungen. Bisher werden auch noch Getestete zugelassen, weil 3G gilt.

Im ersten Bericht am Donnerstag zum Hauptausschuss wurde dem Fachbereichsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung Tim Schneider versehentlich ein falscher Nachname zugeordnet.

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Dieser junge Mann fragte sich, warum andere keine Maske trugen. © Wißner

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