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Traditonelles Rettichessen

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Von: Thomas Wißner

Linden (twi). Gute Tradition hat seit 1946 das Rettichessen des Gesangvereins Germania 1879 Großen-Linden. Der seinerzeitige Vereinswirt der Gaststätte »Zum Kronenwirt« Ludwig Schaum lud die Sänger nach der letzten Singstunde am Jahresende ein. Zu dem Rettichsalat gab es, für diese Zeit sicher noch eine Rarität, frische Hausmacher Wurst in Form von Blut- und Leberwurst sowie Presskopf.

Dieses entwickelte sich dann zu einer sich jährlich wiederholenden Tradition und wurde vom Wirtspaar Helga und Karl-Heinz Schaum und nach der Verpachtung des Lokals auch von den Betreibern stets fortgeführt bis zuletzt durch Dieter und Marlies Deubel. Auch der Frauenchor wurde mit einbezogen.

Da das Vereinslokal wegen der Erkrankung von Dieter Deubel schließen musste, entschied man sich in das Vereinslokal des Brudervereins »Harmonie«, den von Salih Incesu betriebenen »Lindener Hof« umzuziehen. Und so stand nun, nach zweijähriger Corona-Pause, erstmals wieder ein Rettichessen für die Sängerinnen und Sänger an. Waren es in der Vergangenheit jeweils die Betreiber des Vereinslokals, die das Essen als Dank stifteten, so übernahm es diesmal der Verein selbst. Erster Vorsitzender Erhard Köhler wies darauf hin, dass in den Corona-Jahren mehrere eigene Veranstaltungen, wie auch der 40. Geburtstag des Frauenchores, ausfallen mussten. Dieses sollte nunmehr ein kleiner Dank für die Treue der Sängerinnen und Sänger sein, die nach den schweren Jahren weiter zu ihrem Verein stehen. Und so hatten die Sängerinnen Christel Berg und Alice Weil in hier üblicher Hausfrauenart für den würzigen Salat gesorgt und von Großen-Lindens letztem Hausmetzger Walter Schön stammte die frisch hergestellte Hausmacher Wurst. Nachdem diese Speisung allen Aktiven bestens gemundete hatte, nahm Erhard Köhler die Gelegenheit war, Cengül und Salih Incesu für die Aufnahme der »Germania« in ihrem Lokal zu danken. Er bedankte sich dann auch bei Chorleiterin Adriana Pop, die immer wieder größten Einsatz zeigt, um die bestmögliche Leistung aus dem Chor herauszuholen. Einen weiteren Dank sprach er auch den beiden Notenwarten Gudrun Faber (Frauenchor) und Gerhard Weigand (Männerchor), dem Vorstand und allen Chormitgliedern aus. Mit dem Singen gemeinsamer Lieder, begleitet von Chorleiterin Pop auf dem E-Piano und Vizechorleiter Gerhard Weigand auf der Gitarre, klang das Rettichessen aus.

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