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Umgang mit Feuer lernen

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Von: Thomas Wißner

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Im Umkleideraum der Einsatzabteilung probieren die Kinder Uniformen und Helme aus. Foto: Wißner © Wißner

»Brandschutzerziehung für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren«: Die Freiwillige Feuerwehr Linden hat ein Pilotprojekt gestartet, das bisher einzigartig im Landkreis Gießen ist,

Linden (twi). Unter dem Titel »Brandschutzerziehung für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren« startete die Freiwillige Feuerwehr Linden ein Pilotprojekt, das bisher einzigartig im Landkreis Gießen ist, wie Kreisjugendfeuerwehrwart und Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden, Kai Hilberg, bei der Begrüßung der 19 Kinder mit ihren Eltern, erklärte.

Im Feuerwehrhaus Großen-Linden soll fortan einmal monatlich Kindern in diesem Alter die Möglichkeit gegeben werden, an einer regelmäßigen Brandschutzerziehung teilzunehmen.

»Diese orientiert sich inhaltlich an der Brandschutzerziehung, wie sie auch in den Schulen von Zeit zu Zeit stattfindet. Die Kinder werden spielerisch lernen einen Notruf abzusetzen und wie man sich im Brandfall richtig verhält. Außerdem werden sie vieles über die Aufgaben und die Ausrüstung der Feuerwehr erfahren. Der richtige Umgang mit dem Feuer muss gelernt sein, deshalb bringen wir den Kleinen bei, im Ernstfall ruhig zu bleiben und sich nicht in Gefahr zu bringen. Bei all den wichtigen Dingen, wird der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen - und wir wünschen uns auch ausdrücklich, dass die Eltern mit dabei sind«, so Hilberg, der für die Eltern zudem besondere Stationen und Aktivitäten, wie etwa das Bedienen eines Feuerlöschers anregte. »Ich weiß, die meisten haben einen zu Hause und sagen sich, das lese ich mir dann mal durch, doch wenn es brennt, erst mit dem Lesen zu beginnen ist etwas spät«, so Hilberg scherzhaft.

»Bei uns gelten neben den bekannten Kindergartenregeln noch zwei weitere, wenn eine Alarmierung erfolgt, dann stellen wir uns mit dem Rücken an die Wand um die eintreffenden und ausrückenden Einsatzkräfte nicht zu behindern und ihr dürft alles sehen und machen was ihr wollt, aber wir helfen euch dabei. Bei schweren Gerätschaften gilt deshalb auch es wird nichts alleine rausgeholt. Wir machen das immer gemeinsam«, startete Hilberg den Brandschutzerziehungstag.

Neben Hilberg waren es Großen-Lindens stellvertretender Wehrführer Lukas Jäger, Lucas Mendes, Katharina Mohr, Bonita Degenhardt und Sven Meyer, die anschließend mit den Kindern in drei Gruppen auf Erkundungs- und Informationstour durch das Feuerwehrhaus gingen.

Dabei lernten die Kinder in einer Gruppe das Absetzen eines Notrufs und 112 kennen, während die zweite Gruppe sich einmal in ein Löschfahrzeug 1/43 setzen durfte und die dritte Gruppe im Umkleideraum sich einmal Uniform und Helm überstreifen konnten.

Eigens für das Pilotprojekt wurde in den Einsatzabteilungen Großen-Linden und Leihgestern ein Brandschutzerziehungs- und Aufklärungsteam gebildet. Jeweils samstags von 10 bis 11.30 Uhr sollen die Kleinsten »im Vor-Minifeuerwehralter« alles Wissenswerte über Feuerwehr und Brandschutz erfahren, wobei die nächsten beiden Treffen in diesem Jahr am 26. November und 10. Dezember stattfinden und für 2023 bereits ein Jahresplan erstellt wurde.

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