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Zeit nehmen für ein Dankeschön an Ehrenamtler

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Von: Thomas Wißner

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Der Fördervereinsvorsitzende Dr. Ulrich Lenz (l.) spricht den Anwesenden seinen Dank aus. Foto: Wißner © Wißner

Linden (twi). »Ich freue mich, das sich 50 Ehrenamtler hier eingefunden haben und wir auf diese zurückgreifen können. Hier wird Ehrenamt gelebt«, dankte der Vorsitzende des Fördervereins Soziale Dienste Linden, Ehrenbürgermeister Dr. Ulrich Lenz, all jenen, die der Einladung zu einem »Danke-Essen« in die Lindener Ratsstuben gefolgt waren.

Viele Mitglieder verloren

Oft sei es ein stilles und diesem freiwilligen sozialen Engagement müsse »Danke« gesagt und dies auch zum Ausdruck gebracht werden. Dies sei in Corona-Zeiten schwierig, aber notwendig. Unter der Pandemie habe gerade der Förderverein stark gelitten und in zwei Jahren über 100 Mitglieder verloren. »Statt 700 haben wir nur noch 600 Mitglieder.« Der Förderverein sei finanziell gut aufgestellt, aber es sei nicht mehr so, wie es einmal war. Eine Werbeaktion habe zu keinem Erfolg geführt, einzig und allein eine direkte Ansprache bringe neue Mitglieder. Doch solche Möglichkeiten gab es nicht, waren in der Pandemie untersagt und Veranstaltungen fanden deshalb auch keine statt, an denen sich der Förderverein einbringen und für sich werben konnte.

Weder Nikolaus- noch Marienmarkt konnten für Werbezwecke genutzt werden. Zwei Jahre gab es auch keinen Suppentag, doch in diesem Jahr soll der sechste Lindener multikulturelle Suppentag am 6. November wieder stattfinden. Doch nicht nur den Ehrenamtlern, sondern auch der Generationenbrücke Linden und ihrer Koordinatorin Martina Stöhr dankte der Vorsitzende, würden doch hier »die Fäden gesponnen, um dieses ehrenamtliche Wirken in geordnete Bahnen zu lenken«. Es gehe aber nun auch darum, das vor drei Jahren geschaffene Projekt, Hilfe zu leisten, am Laufen zu halten, »denn einige, die vor drei Jahren noch dabei waren, können nun nicht mehr und neue nachziehen, ist leider nicht so einfach. Unsere Gesellschaft ist egoistischer geworden in den letzten beiden Jahren«, so Lenz.

Dabei hob er hervor, welche Qualität dieses Ehrenamt habe, was kommunale und staatliche Angebote nicht bieten können. »Ehrenamt ist in der Lage, mit Kreativität und Spontanität eine wichtige Funktion zu übernehmen. Mit Ihrem Engagement suchen Sie der Stadt bestes.«

Stöhr ging darüber hinaus auf die Arbeit und das Angebot der Generationenbrücke ein. Den gekommenen Ehrenamtlern wurde ein reichhaltiges Buffet serviert und während und nach dem Essen boten sich genügend Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch, »denn über seine Arbeit zu sprechen und sich auszutauschen, ist wichtig, aber man hat nicht immer Zeit dafür. Die haben und nehmen wir uns heute hier«, so Lenz.

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