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1250 Jahre - das wird gefeiert

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Von: Erika Scherer

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Das Dörfchen Salzböden blickt auf eine lange Geschichte zurück. Foto: Wisker © Wisker

Im Lollarer Stadtteil steht 2025 ein großes Fest an. Ortsbeirat und Kulturring hatten zur bereits zweiten Bürgerinformation eingeladen. Und die Resonanz war groß, die Ideen vielfältig..

Lollar (sle). Es dürfte kein Geheimnis sein, dass der Zusammenhalt auf dem Land oftmals stärker ist als in den Städten. Ein gutes Beispiel ist Salzböden, wo es immer eine große Beteiligung gibt, wenn eine Veranstaltung ansteht und die Bürger dabei gefragt sind.

So auch jetzt, denn in dem Lollarer Stadtteil steht im Jahr 2025 die 1250-Jahrfeier an und die soll als größeres Fest begangen werden. Dazu wurde jetzt vom Ortsbeirat und vom Kulturring (einer Vereinigung, in er fast alle Vereine vertreten sind) zur bereits zweiten Bürgerinformation eingeladen. Die Resonanz war auch dieses Mal beachtlich. Im Dorfgemeinschaftshaus waren alle Stühle besetzt, und so zeigte sich Jörg Steiss, der die Moderation übernommen hatte, sehr zufrieden. Er präsentierte zunächst das finale Logo aus dem Bürger-Wettbewerb. Den ersten Platz hatte hier Stefan Schmidt geschafft. »Das Logo wird uns ab sofort immer begleiten«, sagte Steiss, ehe er zu dem Rahmenterminplan überging, der einen Zeitrahmen vom 23. August bis 1. September 2025 vorsieht.

Die Auftaktveranstaltung könnte laut Steiss ein Grenzgang im ersten Quartal des Festjahres sein, im zweiten Quartal wären das Thema »Apfel« als Vortrag und ein weiterer Grenzgang möglich, zu dem sich dann weitere Jahresveranstaltungen gesellen könnten. Am 23. August feiert der gemischte Chor sein 150-jähriges Bestehen. Hier wäre ein Open Air-Konzert am Dorfplatz eine schöne Sache. Einen Tag später, am 24. August, ist ein stehender Festzug mit gleichzeitigen Veranstaltungen im Festzelt angedacht. Dies verbunden mit der Kirmes und einem Volksfest vom 29. August bis 1. September. Steiss meinte, das solle bereits am Freitag anfangen, und Samstag und Sonntag unter Mitwirkung der Ungarndeutschen dann am Montag mit einem Frühschoppen abschließen. Zwischen den beiden Wochen könnte es die Chronik von Salzböden oder ein Theaterstück geben. Das alles sei lediglich eine Rahmenplanung und nicht in Stein gemeißelt, sondern bei Bedarf immer noch veränderbar, betonte er. Die Organisation sieht so aus, dass es eine Steuerungsgruppe gibt und einzelne Arbeitsgruppen, die das Programm umsetzen und aus der ein bis zwei Sprecher gewählt werden sollen, die dann Rückmeldungen in die Gruppen geben.

Die Arbeitsgruppen sollen nur sich verantwortlich sein und ihre Aufgaben selbst gestalten, sagte Steiss. Als wichtig sah er es auch an, dass jederzeit noch Bürger einsteigen können. Ursula Rolshausen, die ehemalige Ortsvorsteherin von Salzböden, erklärte sich bereit, die vergangenen 50 Jahre des Dorfes mit alten Bildern vorzustellen, wobei sie bat, ihr Fotos zur Verfügung zu stellen. Es wurde auch der Wunsch laut, für junge Leute ein Rockkonzert anzubieten. Eine Dorfrallye und ein Erzählcafe zählten ebenfalls zu den Angeboten.

Aus den Reihen der Bürger kam der Vorschlag, sich damit zu beschäftigen, wie das Dorf wächst und sich verändert. Immer mehr zugezogene Bürger stünden den Alteingesessenen gegenüber, die sich zum Teil in die Ecke gedrängt fühlten. Man solle überlegen, wie man damit umgehe. Integration war hier das Schlagwort, das es umzusetzen gelte, war die Meinung zahlreicher Anwesenden. Es könnten dazu zum Beispiel Interviews stattfinden. Dann stellte Steiss eine interaktive Karte vor, bei der Besucher problemlos per Videos den Ort der Veranstaltung mit dem Handy finden können. Diese Videos sollen auch nach der Jubiläumsfeier bleiben. »Lasst uns ergebnisoffen an die ganze Sache herangehen«, erklärte Steiss und bat darum, sich in die ausliegenden Listen für eine Teilnahme einzutragen.

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Präsentiert wurde das Logo von Stefan Schmidt, das den Wettbewerb gewonnen hat. Foto: Scherer © Scherer

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