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Auch eingebrochenen Hund gerettet

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Lollar (sle). 59 Aktive zählt die Einsatzabteilung des Schutzbereiches Süd der Freiwilligen Feuerwehr Lollar. Wehrführer Philipp Nürnberger berichtete in der Jahreshauptversammlung von sechs Neueintritten.

Über 28 Atemschutzgeräteträger verfügt die Feuerwehr, im Jahr zuvor waren es 23, davon sind 20 CSA-Träger (Chemieschutz). 2021 hatte es 105 Einsätze gegeben, was sich in 2764 Personalstunden niederschlug. Sechs Menschen wurde aus teilweise lebensbedrohenden Situationen gerettet, aber für einen sei jede Hilfe zu spät gekommen, so Nürnberger. Er sprach auch von einer Steigerung der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr. Bei einem Brand im Gießener Klinikum unterstütze die Wehr die Kameraden in Gießen. Ein anfänglicher kleiner Vegetationsbrand in Salzböden weitete sich zum Bodenfeuer aus und hielt die Einsatzkräfte in Atem. Wie breit das Spektrum der Feuerwehr ist, zeigte sich, als ein Hund, der auf brüchiges Eis eingebrochen war, gerettet werden musste. Auch während der Pandemie ruhte die Ausbildung nicht, zahlreiche Lehrgänge vom Land und dem Kreis wurden besucht, meist fanden sie online statt. Bedauerlich, dass bei der Jugendfeuerwehr die Weihnachtsbaum-Sammelaktion wie bisher im großen Stil ausfiel. In abgespeckter Form wurde eine Aktion als »Weihnachtsbaum-Drive-in« angeboten, bei dem jeweils ein Baum mit einem Kinderspielzeugauto abgeholt wurde. Das Rhein-Main-TV war in Lollar und berichtete über das Lollarer Konzept der Feuerwehr. »Ein Riesenthema war auch bei uns der Impfschutz«, berichtete der Wehrführer, der stolz vermeldete, dass alle Feuerwehrangehörigen inzwischen geimpft seien, dies ohne Komplikationen. Dabei ging ein Dank an die Gemeinschaftspraxis Maykemper/Speier/Bitterlich. Neu beschafft wurde Schlauchmaterial und Schutzkleidung. Er dankte den Fördervereinen, die die Feuerwehr immer unterstützen, dass sie zeitgemäß richtig ausgestattet sind. Dazu zählte er auch einen Feuerlöschtrainer. Die Jugendfeuerwehr zählt 15 Mitglieder, elf Jungen und vier Mädchen. Vier Jugendliche sind neu dazugekommen.

Helmut Ziegler sprach von der Ehren- und Altersabteilung mit 15 Mitgliedern. Ab Juni 2021 begannen langsam wieder die Veranstaltungen. Abschließend sagte Stadtbrandinspektor Marco Kirchner, dass es über die anstehenden Ausbildungen hinaus auch eine Wasserausbildung geben soll, »denn wir sind ja eine Stadt am Wasser«.

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