1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Lollar

Bewohner der Talstraße lehnen Tempo 30 ab

Erstellt:

Zahlreiche Themen beschäftigten den Ortsbeirat Salzböden. Fest steht: Eine Geschindigkeitsbegrenzung in der Talstraße kommt nicht.

Lollar (sle). Erster Tagesordnungspunkt, den Ortsvorsteher Harald Pusch in Salzböden im Dorfgemeinschaftshaus aufrief, waren noch nicht erledigte Punkte aus vorangegangenen Sitzungen. Da war zum einen der gewünschte Dirtpark, der auf der Röderheide entstehen könnte.

Der Ortsbeirat hatte einen Vorschlag ausgearbeitet und an die Verwaltung eingereicht. Ebenfalls sei ein Förderantrag gestellt worden, die Planungen liefen.

Ein weiterer Punkt, der schon des Öfteren in verschiedenen Verkehrsschauen angeführt und immer wieder abgelehnt wurde, war eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in der Talstraße. Dazu erklärte der ebenfalls anwesende Lollarer Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, dass man bei den Bewohnern eine Meinung eingeholt habe, bei denen alle diese 30 km/h ablehnten. »Wir kämpfen auch in der Kernstadt seit Jahren mit Geschwindigkeitsbegrenzungen«, sagte er.

Ortsvorsteher Pusch brachte dann einen Auszug aus einer Mitteilungsvorlage an die Stadtverordneten ins Spiel, in der es heißt, »dass nach einer allgemeinen Vorgehensweise im Landkreis Gießen, bei Angelegenheiten der Straßenverkehrsordnung die alleinige Zuständigkeit bei den Bürgermeistern als allgemeine Ordnungsbehörde liege. Sollte es dabei zu Unklarheiten über die Situation vor Ort bei einer Verkehrsschau kommen, könnten in Ausnahmefällen Dritte durch die Entscheidung des Verkehrsschaukomitees hinzugezogen werden«.

Dazu erklärte Wieczorek, dass sich seine Befugnis auf die Gemeindestraßen beziehe, aber nicht auf alle anderen Straßen.

Auf dem Friedhof in Salzböden sollen anstelle der entfernten Bäume in diesem Jahr wieder neue Bäume gepflanzt werden. Zunächst aber soll es die Bestattung von maximal zehn Urnen unter Bäumen geben. Nach dem genehmigten Haushalt 2022 soll die Maßnahme beginnen.

Dabei ist es nicht problemlos, da die Wurzelstöcke der gefällten Bäume noch nicht entfernt wurden. Es sollen Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert werden und die Fläche nach und nach aufgrund des Bestattungsangebots gestaltet werden. Rüdiger Pohl brachte hier den Antrag ein, 3000 Euro dafür im Haushalt einzustellen, was einstimmig angenommen wurde.

Ein Thema, das schon des Öfteren die Gremien beschäftigte, war die Feldwegenutzung. Hier hatte man festgestellt, dass Feldwege teilweise zusammen mit den Äckern bearbeitet wurden. Eine Bürgerin habe angeblich einen Pachtvertrag mit der Stadt über zwei Feldwege, die auch umgepflügt werden dürfen. Rüdiger Pohl sprach von acht Vertretern, von denen angeblich jeder einen Pachtvertrag habe. Dem Bürgermeister war dieser Sachverhalt nicht bekannt und auch im Bauamt wusste niemand davon. Das Ganze soll jetzt von der Verwaltung geprüft werden.

Auch interessant